Bienen auf dem Ketzberger Friedhof

Bedauerlicher Vorfall, aber Fortsetzung im Jahr 2021

“Ich beobachte die Bienen gern. Ich bin völlig begeistert!” Gerhard Oberstraß ist Imker. Eines seiner Völker konnte er im Sommer 2020 in der hinteren Ecke auf dem Ketzberger Friedhof aufstellen. Der Standort ist geeignet, weil die Bienen dort ideale Lebensbedingungen haben: hinter der Friedhofshecke sind Felder, es gibt viele Wildblumen und auf dem Friedhof sind bienenfreundliche Pflanzen wie Lavendel. “Bienen haben einen Radius von zwei bis drei Kilometern. Hier finden sie alles”, sagt der 71jährige Oberstraß, der früher als Besteckschleifer arbeitete.

Bienenstöcke auf Ketzberger FriedhofBeobachten auf Distanz
Bienen sind friedliche Tiere. “Sie stechen nur, wenn sie einen Grund haben”, weiß Oberstraß, nämlich wenn sie bedrängt oder gequetscht werden. Man kann Bienen gefahrlos aus einiger Entfernung beobachten. Dann sieht man, wie das Flugloch von Wächterbienen geschützt wird, oder wie Bienen mit viel Blütenstaub an den Beinen herangeflogen kommen. Das Bienenvolk besteht aus weiblichen Arbeiterbienen, die die Königin und die Larven versorgen. “Na Mädels”, begrüßt Gerhard Oberstraß seine Bienen, um die er sich regelmäßig kümmert. Er hat das Imker-Handwerk von seinem Schwiegersohn erlernt, der sich seit 15 Jahren für Bienen engagiert. Ein Bienenvolk ist ein sensibles Ganzes, es besteht aus 5.000 bis 50.000 Einzeltieren, deren Zusammenarbeit fasziniert.

Die Bienenstöcke hat der Imker vor dem Winter vom Ketzberger Friedhof abgeholt und bereitet sie vor, im nächsten Jahr wieder dort aufgestellt zu werden. Leider gab es einen unerfreulichen Zwischenfall, der dem Bienenvolk das Leben kostete: offenbar hat jemand unbefugt den Deckel des Bienenstocks geöffnet, dabei ist Ameisensäure verschüttet worden, die eigentlich gegen Milben schützt. Die veränderte Dosis der Säure hat dem sensible Bienenvolk nicht gut getan.

Respekt vor sensiblem Bienenvolk
Der Schaden ist auf Unachtsamkeit und Unkenntnis zurückzuführen, deshalb rät Imker Oberstraß, den Bienenstock nicht zu berühren. Die Absperrung darf nicht überwunden werden und auf keinen Fall soll jemand den Deckel öffnen. Ab Frühjahr 2021 soll es wieder ein Bienenvolk auf dem Ketzberger Friedhof geben. Einmal mehr zeigt sich, dass der Friedhof nicht nur ein Platz für Verstorbene ist, sondern auch ein natürlicher Lebensraum von ökologischem Wert.

Text: Bleckmann
Fotos: Oberstraß, Bleckmann

„Deutschland singt“ am 3. Oktober 2020

Danke-Demo als Offenes Singen
Mit drei musikalischen Danke-Demos wollen Christinnen und Christen in Solingen den 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 2020 feiern. Sie laden Menschen aller Generationen, Kulturen und Religionen ein, sich zu diesem Datum dankbar der friedlichen Revolution in Deutschland vor mehr als 30 Jahren zu erinnern. „Gerade jetzt, wo die Spaltungen in unserem Land auch durch populistische, antisemitische und rechtsextreme Kräfte wieder zunehmen, möchten wir in ganz Deutschland und auch bei uns in Solingen ein Zeichen des friedlichen Zusammenhalts setzen“, sagt Dr. Ilka Werner, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises: „Die am 3. Oktober 1990 erklärte Einheit Deutschlands ist für uns Christinnen und Christen nicht nur ein Datum der Vergangenheit, sondern eine bleibende Aufgabe.“

„Wind of change“ und „Nun danket alle Gott“

Die christlichen Kirchen beteiligen sich darum in Solingen unter dem Dach der Evangelischen Allianz und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) an der bundesweiten Initiative „3. Oktober -Deutschland singt“. Wie auf vielen Plätzen in deutschen Städten und Dörfern laden sie auch in der Klingenstadt Menschen zu einer musikalischen „Danke-Demo für Freiheit und Einheit“, wie es im Untertitel der Veranstaltung heißt, ein. Anders als ursprünglich geplant, kann es aber wegen der Corona-Pandemie keine große Veranstaltung in der Innenstadt geben. „Wir werden stattdessen auf drei kleineren Veranstaltungen feiern“, erläutert Stephanie Schlüter, Kreiskantorin des Evangelischen Kirchenkreises und Mitorganisatorin des Solinger Events. Neben die Dorper Kirche auf der Krahenhöhe und neben die Friedenskirche an der Uhlandstraße laden Chöre und Blasensembles zu Offenen Singen ein. Wie an den anderen Veranstaltungsorten in ganz Deutschland wird auch dort um Punkt 19 Uhr ein Offenes Singen beginnen. „Wir singen mit allen, die da sind, überall dieselben zehn Lieder: von „Wind of Change“ über „Hevenu Shalom Alechem“ und „Nun danket alle Gott“ bis zu „Amazing grace“ und „We shall overcome“, verspricht Schlüter. Leider könne aus Infektionsschutzgründen nur eine beschränkte Zahl von Sängerinnen und Sängern teilnehmen, bedauert die Kantorin. Insgesamt etwa 180 Menschen könnten an den beiden Kirchplätzen Raum finden, um mit Abstand im Freien gefahrlos zusammen singen zu können. Teilnehmende müssen sich vor mit ihren Kontaktdaten anmelden. Eine kostenlose Anmeldemöglichkeit über das Veranstaltungsportal „solingen-live.de“ wird zum kommenden Wochenende freigeschaltet. Nur Menschen mit einem Ticket werden am 3. Oktober 2020 teilnehmen können. Einlass soll an beiden Orten um 18.30 Uhr sein. Am Eingang bekommt jeder eine Kerze mit „Deutschland singt“-Motiv, die während der Veranstaltung brennen und auch an die unzähligen brennenden Kerzen während der friedlichen Demonstrationen zum Ende der ehemaligen DDR erinnern sollen. Vor dem Offenen Singen wird es ab 18.45 Uhr an beiden Kirchen zum Anlass einige Worte u.a. von Superintendentin Dr. Werner und weiteren Vertretern von Kirchen und Kommune geben.

Ein drittes Event bereitet die Evangelische Allianz Solingen in Gräfrath vor. „Wir werden uns mit einem Balkonsingen an der Aktion beteiligen“, erklärt der Vorsitzende, Pfarrer Thomas Schorsch: „In einer Siedlung mit zahlreichen Balkonen werden wir vorher die Bewohner einladen und ebenfalls um 19 Uhr mit möglichst vielen das Offene Singen eröffnen.“ Hier wird das Blasensemble „Pustekuchen“ vor den Balkonen die Sängerinnen und Sänger musikalisch begleiten.

Starkes Signal

Oberbürgermeister Tim Kurzbach kann an der Aktion „3. Oktober – Deutschland singt“ nicht teilnehmen, weil er im Theater und Konzerthaus zeitgleich mit seinem sächsischen Amtskollegen die 30-jährige Städtepartnerschaft mit Aue feiert. „Wir dürfen heute dankbar sein, dass der tiefe Riss, der Deutschland jahrzehntelang durchzogen hat, durch Friedensgebete und – davon bin ich überzeugt – auch durch Gottes Güte – überwunden wurde“, betont Kurzbach: „Die Aktion ‚Deutschland singt‘ ist ein starkes Signal, um in diesen sorgenvollen Zeiten an das zu erinnern, wofür wir von Herzen dankbar sein können – und dass es eine tägliche Herausforderung bleibt, die Mauern zwischen Menschen und in den Köpfen zu überwinden. Mein Dankeschön gilt auch den Organisatoren, die dies trotz Corona möglich gemacht haben.“

Für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland

Die Aktion „3. Oktober – Deutschland singt“ ist eine Initiative von Menschen aus Politik, Theologie, Kultur und Gesellschaft. Zu den Initiatoren gehören unter anderem die ehemalige thüringische Ministerpräsidentin und Pfarrerin Christine Lieberknecht (CDU) und der ehemalige Kultusminister in Brandenburg und Pfarrer Steffen Reiche (SPD). Die Schirmherrschaft für die Aktion 2020 haben der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, sowie der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Josef Schuster übernommen. Beide wünschen sich, dass von dem gemeinsamen Singen ein Signal für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland und gegen Rassismus und Antisemitismus ausgeht.

Info
Mehr zu der Aktion „3. Oktober – Deutschland singt“ gibt es im Netz unter „3oktober.org“. Wegen Corona gibt es bei den Solinger Veranstaltungen nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen und die Notwendigkeit einer vorherigen Anmeldung. Kostenlose Tickets dazu gibt es ab dem kommenden Wochenende unter „solingen-live.de“.

Hygienekonzept Ketzberg

Corona und kein Ende.

In der Kirchengemeinde Ketzberg achten wir auf alles, was eine Ansteckung verhindert. Die Einschränkungen sind für manche noch lästig. Viele haben sich daran gewöhnt. Wir reden inzwischen auch wieder über viele andere wichtige Themen des Lebens und haben uns weitgehend abgewöhnt zu wiederholen, was alle schon wissen (wie schwierig alles unter Corona-Bedingungen ist usw…).

Also machen Sie bitte mit Vernunft und Sorgfalt mit, wenn Sie mit der eigenen Gesundheit achtsam umgehen und auch das Risiko einer Ansteckung anderer mindern wollen. Unsere Regeln sind mit der Ordnungsbehörde abgestimmt und sind im Rahmen dessen, was in vielen Kirchengemeinden ähnlich gemacht wird.
Wir dokumentieren hier die wichtigsten Punkte des Presbyteriumsbeschlusses. Zu den besonderen Veranstaltungen folgen rechtzeitig weitere aktuelle Informationen, die möglicherweise von der ursprünglichen Planung abweichen. Da sich die Infektionslage verändert, wird alles laufend angepasst.

Hygienekonzept Ev.Kirchengemeinde Ketzberg
(nach dem Beschluss Presbyterium 19.8.2020)

1. Gottesdienste in der Kirche

  • 60 Plätze  (1er, 2er, 3er) mit Abstand zur nächsten Sitzgruppe
  • Hygienehinweise (Aushänge), Handhygiene (Möglichkeit zum Händewaschen; Handdesinfektion)
  • Einbahnstraßenprinzip
  • Maskenpflicht beim Rein- und Rausgehen, Empfehlung, auch am Platz Maske zu tragen (wenn Sie an Luftnot o.ä. leiden, können Sie die Maske abnehmen)
  • nur eine Kollekte (kontaktfrei)
  • kein Gemeindegesang, keine Gesangbücher, sondern Video-Präsentation bzw. Kopien
  • Sitzplan mit nummerierten Stühlen, Dokumentation (datenschutzkonforme Aufzeichnung und Vernichtung)
  • Kurzgottesdienste (ca. 30 Minuten), ggf. anschließend zweiter Gottesdienst (dazwischen Lüften)

Erntedank, Ewigkeitssonntag, 1. Advent, 1.Weihnachtstag, Altjahresabend
mehr Besucher zu erwarten: Option eines zweiten Gottesdienstes

Heiligabend
Weihnachts-Parcours unter freiem Himmel am Nachmittag für Kleingruppen von Friedhof über Weg in Kirche (Dauerlüftung) nach draußen mit 4-6 Stationen (Bilder, Darbietung, Gebet, draußen Singen, Segen, Licht anzünden, Kollekte)

Handhygiene, Dokumentation, Abstandsgebot, Maskenpflicht, Einbahnstraße, Kontaktverbot

UND: Christmette (23.00 Uhr): Kurzgottesdienst mit Anmeldeverfahren, ggf. 2. Gottesdienst um 23.30 Uhr

UND: weihnachtliche Video-Botschaft mit Lesung, Gebet, Segen, Kurzansprache, Musik auf der Gemeinde-Homepage

UND: “Gottesdienst zuhause”:  Anregung im Gemeindebrief, eine häusliche Feier zu gestalten (fertiger Ablauf mit Lesung, Gebeten, Besinnung, Segen, teils kindgerecht)

2. Veranstaltungen im Gemeindehaus

  • Hygienehinweise (Aushänge), Handhygiene (Möglichkeit zum Händewaschen; Handdesinfektion)
  • Maskenpflicht beim Rein- und Rausgehen, Einbahnstraßenprinzip
  • Gesang mit 6 bzw. 3 m Abstand
  • keine Gegenstände gehen von Hand zu Hand (wenn doch: Handschuhpflicht)
  • eigene Stifte sind mitzubringen
  • Sitzplan-Dokumentation (datenschutzkonforme Aufzeichnung und Vernichtung)
  • Kurze Veranstaltungen, häufig lüften.
  • Speisen und Getränke werden an den Platz gebracht (Servierperson trägt Maske und Handschuhe); Spülen mit Maschine (60 Grad)

Adventsbasar So., 29.11.2020 (1. Advent), Kurzgottesdienst 10.30 Uhr, ggf. zusätzlich 11.00 Uhr. Ab 10.30 Uhr Basar mit 3-5 Ständen (Konfirmandenraum, Foyer, Saal, ggf. Garten). Abstandsgebot, Masken-/Handschuhpflicht. Speisen werden serviert. Kleine Veranstaltung, Ende ca. 14 Uhr

3. Veranstaltungen im Garten

  • Hygienehinweise (Aushänge)
  • Handhygiene (Möglickeit zum Händewaschen; Handdesinfektion)
  • Maskenpflicht beim Rein- und Rausgehen, Einbahnstraßenprinzip
  • Gesang mit 1,5 m Abstand
  • keine Gegenstände gehen von Hand zu Hand (wenn doch: Handschuhpflicht)
  • Dokumentation (datenschutzkonforme Aufzeichnung und Vernichtung)

Haben Sie Fragen oder Wünsche? Melden Sie sich bitte bei Pfr. Christof Bleckmann, Tel. 0157 3066 7301 christof.bleckmann@ekir.de

 

Trauer um 5 Solinger Kinder

Presseinformation

Sonntag, 6.9.2020, 14.00 bis 18.00 Uhr
Evangelische Kirche öffnet Stadtkirche am Sonntag für Trauer und Gebet

Aus Anlass der Tragödie um die fünf getöteten Kinder öffnet die Evangelische Kirche in Solingen am Sonntagnachmittag, 6. September 2020, die Evangelische Stadtkirche Mitte, Kirchplatz 14, 42651 Solingen, direkt am Fronhof. Zwischen 14 und 18 Uhr ist die Kirche offen für Menschen, die ihre Trauer im Gebet vor Gott bringen, eine Kerze anzünden oder ihre persönlichen Gedanken auf einem Blatt Papier mit anderen in der Kirche teilen möchten. Um 15 und um 17 Uhr wird es jeweils eine zehnminütige Kurzandacht mit Gebet und Orgelmusik geben. Während der gesamten Zeit stehen Seelsorgerinnen und Seelsorger zur Verfügung, falls Menschen angesichts ihrer Bestürzung und Trauer das Gespräch suchen. Auch das Katholische Dekanat lädt seine Gläubigen zu diesem Angebot ein.

In der Offenen Kirche am kommenden Sonntag gelten die aktuell üblichen Hygieneregeln. Menschen werden gebeten, am Eingang ihre Hände zu desinfizieren. Außerdem gilt die Maskenpflicht.

EVANGELISCHER KIRCHENKREIS SOLINGEN
Pressesprecher/Pfarrer für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Förster
Kölner Str. 17
42651 Solingen
Tel.:  0212/287-131 oder 1396488
Fax: 0212/287-143
Mail: foerster@evangelische-kirche-solingen.de

Pfarrer Christof Bleckmann (Ketzberg): „Mit den Angehörigen, Freunden und Nachbarn der Familie sind viele Menschen bestürzt und sehr traurig, ich auch. Wir laden ein, das Angebot in der Stadtkirche am Sonntagnachmittag wahrzunehmen. Im Gottedienst in der Ketzberger Kirche werden wir ebenfalls Gott um Trost bitten, nennen unsere Gefühle von Trauer, Ohnmacht und Wut. Was uns nur tragisch und sinnlos erscheint, möge Gott in eine gute Zukunft wenden, in der Beistand und Hilfe in jeder Not selbstverständlich sind.“

Kirchengemeinde wird Bündnispartner

Die Kirchengemeinde Ketzberg ist am 24.6.2020 dem Bündnis United 4Rescue beitgetreten. Weiter Infos: https://www.united4rescue.com
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UNITED4RESCUE – BÜNDNISERKLÄRUNG
Das tausendfache Sterben an der europäischen Außengrenze darf nicht weitergehen. Seenotrettung ist humanitäre Pflicht und staatliche Aufgabe. Alle Menschen, die bei ihrem Weg über das Mittelmeer ertrinken, haben Schutz und eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Familien gesucht. Verfolgung, Krieg, Armut, Unrecht und Klimawandel haben sie dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen.
Wir, das Aktionsbündnis „United4Rescue – Gemeinsam Retten“, sind davon überzeugt, dass jedes Leben in Seenot gerettet werden muss. Daher unterstützen wir die zivilen Seenotrettungsorganisationen, die dem Ertrinken nicht tatenlos zusehen, sondern da humanitär handeln und Menschenleben retten, wo staatliche Seenotrettung fehlt.
Wir vertreten ein breites gesellschaftliches Spektrum – Flüchtlings
– und Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbände, Unternehmen,
Gewerkschaften, Kirchen, Kommunen, Kultureinrichtungen,  Sportverbände, Schulen, soziale Bewegungen und lokale Bündnisse.
Uns eint die Überzeugung, dass eine menschenrechtsbasierte Migrations-
und Flüchtlingspolitik möglich ist. Wir erwarten von den europäischen Regierungen überzeugende Lösungen.
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UNITED4RESCUE – BÜNDNISERKLÄRUNG
I. Pflicht zur Seenotrettung:
Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben nicht verhandelbar. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssen dies auf dem Mittelmeer gewährleisten.
II. Keine Kriminalisierung:
Die zivile Seenotrettung darf nicht länger kriminalisiert oder behindert werden.
III. Faire Asylverfahren:
Bootsflüchtlinge müssen an einen sicheren Ort gebracht werden, wo sie Zugang zu einem fairen Asylverfahren haben. Dazu haben sich die europäischen Staaten verpflichtet. Das Non-Refoulement-Gebot ist zwingendes Völkerrecht: Menschen dürfen nicht zurück in
Länder gebracht werden, wo ihnen Gefahr droht und sie rechtlos sind.
IV. „Sichere Häfen“ ermöglichen:
Städte und Kommunen, die zusätzliche Schutzsuchende aufnehmen möchten, sollen diese Möglichkeit erhalten.
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Ab September 2020:
Erfahren Sie hier, wie Sie mit vielen anderen Menschen in Solingen das Anliegen unterstützen können.
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Bei uns da ist was los…

Am kommenden Sonntag (21.6.2020) war ursprünglich unser gemeinsames Gemeindefest der Gemeinden Gräfrath und Ketzberg geplant.
Kirchenmusikerin Elisabeth Szakács hatte mit den Soulkids ein kleines Musical (Mitmachmusical), welches tatsächlich „Sommerfest“ heißt, geplant:

„Wir hatten dieses schon ab Anfang des Jahres etwas geprobt… Danach kam ja ab März alles ganz anders. Traurig.“

Aber Elisabeth Szakács hatte in den letzten Wochen  über die Eltern Kontakt zu den Kindern: „Meine Idee und Anregung war, zum geplanten  Gemeindefesttermin mit den Soulkids auf der Gemeinde-Homepage etwas zu präsentieren. Die Kinder haben viel Material von mir bekommen und sollten zu einem der coolen Lieder und den Playbacks singen, tanzen, Ideen entwickeln und dieses dann filmen. Wir möchten einen kleinen Film auf der Homepage zeigen, damit wenigstens ein wenig Gemeindefest-Feeling aufkommt…“

Sehen Sie hier ein wunderbares Video von Soulkid Lilly. Sie  singt und präsentiert das Lied „Sommerfest“ von Uwe Lall: Hier geht’s zum Video

Lauf solo in den Sommer

Zu einem Benefiz-Lauf zugunsten der Coronahilfe der Vereinten Evangelischen  Mission lädt die Ev.Kirche im Rheinland ein. Wir empfehlen die Teilnahme!

Mehr Infos zum Downloaden

Zurzeit sind wir alle mehr oder weniger allein unterwegs – in der Kirche,
bei der Arbeit und auch beim Sport. Trotzdem möchten wir als  Gemeinschaft leben, auch wenn das jetzt wie zum Beispiel in Gottesdiensten überwiegend nur virtuell möglich ist. Auch sportlich dürfen wir nicht eng zusammen sein. Mit unserer Aktion möchten wir dazu beitragen, dass viele Einzelne für einen gemeinsamen guten Zweck mitmachen und so auch eine Gemeinschaft bilden.
Gerne haben wir dafür eine Idee des Teams „Kirche laufend dabei“ aus
Holzminden übernommen und laden Sie zum Einzel-Sportevent der
Evangelischen Kirche im Rheinland „Lauf solo in den Sommer“ ein!
Mitmachen ist ganz einfach!
Melden Sie sich ab sofort bis 31. Juli per E-Mail mit Vor- und Nachnamen an bei elke.wieja@ekir.de
Dann bekommen Sie eine Anmeldebestätigung, weitere
Informationen und eine Startnummer zum Selbstausdrucken.
Laufen Sie allein eine Strecke Ihrer Wahl (ab einem Kilometer)
ab sofort bis zum 31. Juli! Laufen, Walken, Inliner, Rollstuhl
oder Handbike fahren sind erlaubt!
Schicken Sie Ihr Ergebnis mit Vor- und Nachnamen und
dem Laufort und -datum bis spätestens 3. August 2020
an elke.wieja@ekir.de

Abschied von Pfarrer Sticherling

Pfarrer Stefan Sticherling
Pfarrer Stephan Sticherling (Foto: Bleckmann)

Mit Dank und guten Wünschen wurde Interimspfarrer Stephan Sticherling in der Ketzberger Kirche verabschiedet. Superintendentin Dr. Ilka Werner würdigte den Dienst von 14 Monaten Vakanzvertretung. In dieser Zeit habe Stephan Sticherling in Gottesdiensten, Konfirmandenarbeit und Seelsorge segensreich gewirkt. „Ohne Ihren Dienst hätte die Gemeinde und der Kirchenkreis nicht gut dagestanden.“ In seiner Predigt erinnerte der scheidende Pfarrer aus Anlass des Pfingstfestes an grundlegende evangelische Überzegungen: „Gott handelt, wir sind nur Zeugen und Handlanger.“ Die Kirche solle auf Gottes Geist warten und nicht denken, alles allein schaffen zu müssen. In der Gesellschaft solle die Kirche wie Hefe im Teig wirken und nicht wie die Schlagsahne auf dem Kuchen letztlich nicht notwendig sein. Für die Gemeinde und das Presbyterium Ketzberg dankte der neue Pfarrer Christof Bleckmann, für die Gemeinde Gräfrath war Pfarrer Thomas Schorsch gekommen. Haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende dankten Stefan Sticherling mit anerkennenden Worten und wünschten ihm einen gesegneten Ruhestand.

Letzer Gottesdienst mit Pfarrer Sticherling (Mitte) im Kreis von Mitarbeitenden und Angehörigen (Foto: Heinrichs)

In den 14 Monaten der Vakanzvertretung hat Pfarrer Sticherling Gottesdienste geleitet und Amtshandlungen durchgeführt, in der Konfirmandenarbeit mitgewirkt, Seelsorge  und die „Abende der Begegnung“ angeboten. In der Zeit hat das Presbyterium die Pfarrwahl, die Presbyteriumswahl und die ersten Maßnahmen der Corona-Krise durchgeführt. Superintendentin Dr. Ilka Werner dankte auch für die Mitarbeit im Pfarrkonvent.

Zum Abschied dankte Pfarrer Sticherling für alle Unterstützung. Besonders die Konfirmandenarbeit mit Jugendmitarbeiterin Maren Breithor hat ihm gut gefallen. Die feierliche Konfirmation der Jugendlichen ist wegen der Corona-Schutzbestimmungen verschoben worden auf September 2020. Pfarrer Sticherling will dann wiederkommen und die Jugendlichen segnen.