Tüten, Kekse und Geschichten – Grüße frei Haus

Frauenhilfsmitglied müsste man sein! Die Vorstandsfrauen haben alle Mitglieder mit adventlichen Grüßen erfreut: ein persönlicher Brief der Vorsitzenden Angelika Tegeler, eine weihnachtliche Geschichte, Kostproben aus der häuslichen Keks-Bäckerei, eine kleine Bastelarbeit und ein elektrisches Licht: alles, um die Adventszeit schön zu gestalten. Vorstandsfrauen haben diese Gaben in einer schmucken Papiertüte den Mitgliedern an die Tür gebracht. Die 14täglichen Treffen fallen zur Zeit aus, auch die besonders beliebte Adventsfeier findet nicht statt. Der Gruß des Vorstands zeigt allen, dass sie nicht vergessen sind, macht eine Freude und hält den Kontakt.

 

Kekse und einen schönen Weihnachtsstern haben die Frauen des Gemeinde-Bastelkreises verteilt. Ihre Adressaten waren die Mitarbeiterinnen des Besuchsdienstkreises. Dieselben Frauen, die über das Jahr viele ältere Gemeindemitglieder mit einem Besuch oder Gruß zum Geburtstag erfreuen, wurden diesmal selbst besucht. An der Tür bekamen sie die Gaben des Bastelkreises überreicht. Eine schöne Überraschung und ein Beispiel, wie Menschen trotz der Abstandsgebote in Kontakt bleiben.

Fotos: Angelika Tegeler, Gisela Berg

Digitale Adventskalender

Alle Jahre wieder gibt es im Internet Adventskalender. Wir empfehlen diese:

Anlauf nehmen – Evangelischer Adventskalender vom Gemeinschaftswerk Ev. Publizistik

Adventskalender mit Rätsel-Gewinnspiel der Deutschen Stiftung Denkmalpflege

Kirchenmusiker der bayerischen Kirche haben einen musikalischen You-Tube-Kalender gemacht: „Macht auf die Tür“

Vikarinnen und Vikare haben ein Adventspanorama mit 24 Beiträgen veröffentlicht: https://advent-e.de/

24 Zitate von Prominenten finden sich im Adventskalender der Ev.Kirche von Hessen und Nassau

Für Kinder gibt es viele Infos und Anregungen für die Adventszeit auf der empfehlenswerten Seite religionen-entdecken

Advents- und Weihnachtsgruß für Menschen, die schon etwas länger auf der Welt sind…

Advents- und Weihnachtsgruß für Menschen, die schon etwas länger auf der Welt sind…

Ein 16-seitiges Heftchen mit Bildern und Texten zum Nachdenken wird jetzt an die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde Ketzberg verteilt. Es enthält Andachten für die vier Adventswochen, weitere Besinnungen, ein Quiz und praktische Anregungen für die Adventszeit. Verfasser ist Pfarrer Christof Bleckmann, der seine Adressaten mit persönlich mit Vornamen anspricht: Von A wie Agnes bis W wie Wilma, von A wie Adolf bis W wie Wolfram sind rund 200 Vornamen der Generation 70plus aufgelistet: lauter Ketzberger Gemeindemitglieder. Es gibt biographische Erinnerungen an frühere Weihnachtszeiten zu lesen, Informationen über den Adventskranz und Nikolaus, Anregungen, wie man richtig tröstet und wie man in Coronazeiten zuversichtlich und gesund bleiben kann („Mit Geduld, Bewegung udn Tagesstruktur“).  Ein Zitat auf der letzten Seite stimmt, auch wenn Menschen voneinander Abstand halten: „Gott wohnt, wo man ihn  einlässt“.

Die Gemeinde möchte mit dem Heftchen allen eine Freude machen, die sie sonst zu Seniorenadventsfeiern und Basaren eingeladen hätte. Auf Wunsch wird das Heft auch in Großdruck abgegeben.

Hier können Sie es downloaden; gedruckte Restexemplare sind im Gemeindehaus (Tersteegenstr. 52 a) und in der Kirche (Lützowstr. 99) zu bekommen.

 

Frisch eingetroffen: Gemeindebrief „Doppelpack“

Der neue Gemeindebrief ist fertig und wird in den nächsten Tagen von über 20 ehrenamtlichen Gemeindebriefboten und-botinnen verteilt. Wieder ist es ein gemeinsames Heft der Kirchengemeinden Ketzberg und Gräfrath.

Auf 64 Seiten und mit vielen Bildern bekommen die Leserinnen und Leser ein buntes Bild der beiden Gemeinden. Die Corona-Pandemie prägt das Gemeindeleben und damit auch den Gemeindebrief: es gibt Berichte, wie Chöre und andere Gruppen mit der Krise umgehen.

Für alle, die Heiligabend zuhause bleiben möchten oder müssen, gibt es eine 6-seitige Hausandacht mit Gebeten und Segen, biblischer Besinnung und Liedern, die man lesen, singen oder als YouTube-Videos ansehen kann (Links und QR-Codes sind abgedruckt).

Interessant sind die Veranstaltungshinweise, darunter Konzerte und Freizeiten. Wegen des aktuellen Rückgangs von Einnahmen bitten beide Gemeinde um Spenden. Für alle, die die Ketzberger Gemeindegeschichte kennenlernen wollen, bietet eine Zeittafel (1. Teil) wichtige Daten und Ereignisse (wird im Gemeindebrief fortgesetzt; hier ist die komplette Zeittafel).

Der Predigtplan beider Gemeinden ist wie immer in der Heftmitte und reicht von 2. Advent (5.12.2020) bis 7.3.2021.


Update: Ab sofort auch zum Download: Gemeindebrief Weihnachten 2020

Gott steht gerade in schweren Zeiten an der Seite der Menschen

Evangelische Kirchen: Gemeinsame Erklärung zur aktuellen Lage

29.10.2020

Detmold/Bielefeld/Düsseldorf. Mit Blick auf den im November nun neuerlich bevorstehenden Teil-Lockdown erklären Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen) und Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland) gemeinsam: Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.   (1. Petrus 3,15)

Hoffnung, die weiter trägt als menschliches Vermögen und vernünftiges Kalkül: Die brauchen wir gegenwärtig so nötig wie selten.

Der neuerlich notwendig gewordene Teil-Lockdown bedeutet für viele Menschen eine enorme weitere Belastung.

Wir haben gesehen, wie berufliche Existenzen durch die Beschränkungen im Frühjahr gefährdet und zerstört wurden, wie insbesondere alte Menschen von Einsamkeit bedroht waren, wie unser soziales und kulturelles Leben gelitten hat. Nun müssen wir nach einem kurzen Aufatmen während der Sommermonate erleben, dass die Corona-Pandemie noch lange nicht durchgestanden ist, sondern weitere Anstrengungen und Beschränkungen erfordert. Unterdessen ist unsere Gesellschaft dünnhäutiger geworden, und der dunkle Monat November macht es für viele Menschen zusätzlich schwer. Wir stehen vor schweren Wochen, auch weil das Wissen um den nun herausfordernden Alltag erneut verunsichert und schmerzt.

Uns Christinnen und Christen trägt die Gewissheit, dass Gott auch und gerade in dieser schweren Zeit an unserer Seite steht. Wir trauen dem Leben mehr zu als dem Tod.

Gerade jetzt ist unsere besondere Aufgabe, die Einsamen, Alten und Schwachen nicht im Stich zu lassen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei denen, die sich Tag und Nacht einsetzen in Arztpraxen und Krankenhäusern, auf Intensivstationen, in Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Uns liegt am Herzen und wir sehen uns in der Pflicht, unserem seelsorglichen Auftrag – wie schon im Frühjahr – unter veränderten Rahmenbedingungen weiter mit ganzer Kraft nachzukommen. Das tun wir auch: Wir laden weiterhin ein zu Präsenzgottesdiensten unter strengen Schutzmaßnahmen. Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger sind ansprechbar und suchen auch weiterhin den Kontakt zu den Menschen. Kirchliche Beratungsstellen bieten nach wie vor ihre Hilfe und Unterstützung an.

In unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei denen, die nun erneut um ihre berufliche Existenz bangen: bei den Kulturschaffenden, den Gastronomen, Hoteliers und Selbstständigen, gerade in der Kulturszene und der Veranstaltungsbranche, und vielen anderen mehr.

Unsere Gedanken und Gebete begleiten die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern, Kommunen und Landkreisen, die nach bestem Wissen und Gewissen schwere Entscheidungen treffen.

Der November als Monat des Gedenkens an die Verstorbenen ist der letzte Monat des Kirchenjahres. Ihm folgt die Adventszeit: Eine Zeit der Erwartung – und zugleich eine Zeit der Buße und der Umkehr. Innehalten, umkehren und neue Wege einschlagen – in der Erwartung Gottes, der sich zu uns aufmacht. Als Mensch unter Menschen, mitten hinein in diese schwere Zeit. Niemand und nichts ist verloren.

Diese Hoffnung trägt uns. Diese Hoffnung tragen wir in die Welt. Jetzt erst recht.

Video-Botschaft aus der Kirche Ketzberg: „Suchet der Stadt Bestes!“

Pfarrer Christof Bleckmann spricht über einen berühmten Bibelvers (Monatsspruch Oktober 2020). Kirchenmusikerin Elisabeth Szakacs begleitet musikalisch.

Die „Stadt“ kann die konkrete Kommune, der Stadtteil, das Quartier sein. Oder der persönliche Lebensbereich, in dem Gutes zu suchen und zu fördern ist. Es klappt!

Das ist die erste Videobotschaft der Kirchengemeinde Ketzberg. Wir danken ganz herzlich Rainer Fromm für die technische Umsetzung!

Wie gefällt es Ihnen, im Video Musik und Worte aus der Ketzberger Kirche zu hören? Schreiben Sie Ihre Meinung zum Video und gern auch zum Inhalt an christof.bleckmann@ekir.de

 

Festsetzung des Rettungsschiffs politisch motiviert

„Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt!“ Die Kirchengemeinde Ketzberg ist Bündnispartnerin von United For Rescue – Vereint für Flüchtlinge. Das Bündnis, zu dem viele Kirchen und soziale Organisationen gehören, will mit dem Schiff Seawatch 4 die zivile Seenotrettung im Mittelmeer stärken. Jetzt gibt es Probleme. Die Flüchtlingshilfs-Organisation bittet um Aufmerksamkeit und Unterstützung:

Liebe Bündnispartner*innen,

die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung hat einen traurigen Höhepunkt erreicht: In den vergangenen drei Monaten wurden fünf Rettungsschiffe festgesetzt, darunter auch unser Bündnisschiff.

Nach der Festsetzung der Sea-Watch 4 am 19. September wurden die festgestellten technischen Kleinmängel bereits größtenteils behoben und die Arbeiten in einer Nachkontrolle durch deutsche Inspekteure der Klassifikaktionsgesellschaft DNV.GL abgenommen. Bestehen bleiben vor allem die politisch motivierten Gründe für die Festsetzung.

Der Vorwurf, die Größe der Kläranlage des Schiffs sei nur für die Anzahl der Crewmitglieder ausreichend, nicht aber für zusätzliche gerettete Personen, ist absurd. Die Behörden werfen Sea-Watch vor, mehr ‘Passagiere’ an Bord genommen zu haben, als in den Schiffspapieren angegeben. Nicht nur erfüllen die Sanitäranlagen auf der Sea-Watch 4 alle rechtlichen Anforderungen und wurden vom Flaggenstaat vor dem Einsatz abgenommen. Gerettete als reguläre Passagiere zu zählen, widerspricht auch internationalen Übereinkommen, führt die Pflicht zur Rettung aus Seenot ad absurdum und würde auch den Großteil staatlicher Rettungsschiffe unmittelbar aus dem Verkehr ziehen.
Die Jurist*innen von Sea-Watch in Italien prüfen nun alle rechtlichen Mittel, um gegen die Festsetzung vorzugehen.

Das Blockieren ziviler Rettungsschiffe, begründet mit angeblichen Sicherheitsmängeln, ist staatliche Willkür und verhindert systematisch Rettungsoperationen im zentralen Mittelmeer.
Neun Akteure der zivilen Seenotrettung fordern deshalb nun in einem gemeinsamen Videostatement das Ende jeglicher Form von Kriminalisierung, darunter Sea-Watch, Ärzte ohne Grenzen, Proactiva Open Arms, Alarm Phone, Sea-Eye, Mediterranea Saving Humans, Mare Liberum, RESQSHIP and Salvamento Marítimo Humanitario

Ihr findet das Video in verschiedenen Formaten für Instagram, Facebook und Youtube hier: https://www.dropbox.com/sh/xi8f67b9ba6z5o0/AAC5BobBNX1L9GWmIxQhI86oa?dl=0

Bienen auf dem Ketzberger Friedhof

Bedauerlicher Vorfall, aber Fortsetzung im Jahr 2021

“Ich beobachte die Bienen gern. Ich bin völlig begeistert!” Gerhard Oberstraß ist Imker. Eines seiner Völker konnte er im Sommer 2020 in der hinteren Ecke auf dem Ketzberger Friedhof aufstellen. Der Standort ist geeignet, weil die Bienen dort ideale Lebensbedingungen haben: hinter der Friedhofshecke sind Felder, es gibt viele Wildblumen und auf dem Friedhof sind bienenfreundliche Pflanzen wie Lavendel. “Bienen haben einen Radius von zwei bis drei Kilometern. Hier finden sie alles”, sagt der 71jährige Oberstraß, der früher als Besteckschleifer arbeitete.

Bienenstöcke auf Ketzberger FriedhofBeobachten auf Distanz
Bienen sind friedliche Tiere. “Sie stechen nur, wenn sie einen Grund haben”, weiß Oberstraß, nämlich wenn sie bedrängt oder gequetscht werden. Man kann Bienen gefahrlos aus einiger Entfernung beobachten. Dann sieht man, wie das Flugloch von Wächterbienen geschützt wird, oder wie Bienen mit viel Blütenstaub an den Beinen herangeflogen kommen. Das Bienenvolk besteht aus weiblichen Arbeiterbienen, die die Königin und die Larven versorgen. “Na Mädels”, begrüßt Gerhard Oberstraß seine Bienen, um die er sich regelmäßig kümmert. Er hat das Imker-Handwerk von seinem Schwiegersohn erlernt, der sich seit 15 Jahren für Bienen engagiert. Ein Bienenvolk ist ein sensibles Ganzes, es besteht aus 5.000 bis 50.000 Einzeltieren, deren Zusammenarbeit fasziniert.

Die Bienenstöcke hat der Imker vor dem Winter vom Ketzberger Friedhof abgeholt und bereitet sie vor, im nächsten Jahr wieder dort aufgestellt zu werden. Leider gab es einen unerfreulichen Zwischenfall, der dem Bienenvolk das Leben kostete: offenbar hat jemand unbefugt den Deckel des Bienenstocks geöffnet, dabei ist Ameisensäure verschüttet worden, die eigentlich gegen Milben schützt. Die veränderte Dosis der Säure hat dem sensible Bienenvolk nicht gut getan.

Respekt vor sensiblem Bienenvolk
Der Schaden ist auf Unachtsamkeit und Unkenntnis zurückzuführen, deshalb rät Imker Oberstraß, den Bienenstock nicht zu berühren. Die Absperrung darf nicht überwunden werden und auf keinen Fall soll jemand den Deckel öffnen. Ab Frühjahr 2021 soll es wieder ein Bienenvolk auf dem Ketzberger Friedhof geben. Einmal mehr zeigt sich, dass der Friedhof nicht nur ein Platz für Verstorbene ist, sondern auch ein natürlicher Lebensraum von ökologischem Wert.

Text: Bleckmann
Fotos: Oberstraß, Bleckmann

„Deutschland singt“ am 3. Oktober 2020

Danke-Demo als Offenes Singen
Mit drei musikalischen Danke-Demos wollen Christinnen und Christen in Solingen den 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 2020 feiern. Sie laden Menschen aller Generationen, Kulturen und Religionen ein, sich zu diesem Datum dankbar der friedlichen Revolution in Deutschland vor mehr als 30 Jahren zu erinnern. „Gerade jetzt, wo die Spaltungen in unserem Land auch durch populistische, antisemitische und rechtsextreme Kräfte wieder zunehmen, möchten wir in ganz Deutschland und auch bei uns in Solingen ein Zeichen des friedlichen Zusammenhalts setzen“, sagt Dr. Ilka Werner, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises: „Die am 3. Oktober 1990 erklärte Einheit Deutschlands ist für uns Christinnen und Christen nicht nur ein Datum der Vergangenheit, sondern eine bleibende Aufgabe.“

„Wind of change“ und „Nun danket alle Gott“

Die christlichen Kirchen beteiligen sich darum in Solingen unter dem Dach der Evangelischen Allianz und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) an der bundesweiten Initiative „3. Oktober -Deutschland singt“. Wie auf vielen Plätzen in deutschen Städten und Dörfern laden sie auch in der Klingenstadt Menschen zu einer musikalischen „Danke-Demo für Freiheit und Einheit“, wie es im Untertitel der Veranstaltung heißt, ein. Anders als ursprünglich geplant, kann es aber wegen der Corona-Pandemie keine große Veranstaltung in der Innenstadt geben. „Wir werden stattdessen auf drei kleineren Veranstaltungen feiern“, erläutert Stephanie Schlüter, Kreiskantorin des Evangelischen Kirchenkreises und Mitorganisatorin des Solinger Events. Neben die Dorper Kirche auf der Krahenhöhe und neben die Friedenskirche an der Uhlandstraße laden Chöre und Blasensembles zu Offenen Singen ein. Wie an den anderen Veranstaltungsorten in ganz Deutschland wird auch dort um Punkt 19 Uhr ein Offenes Singen beginnen. „Wir singen mit allen, die da sind, überall dieselben zehn Lieder: von „Wind of Change“ über „Hevenu Shalom Alechem“ und „Nun danket alle Gott“ bis zu „Amazing grace“ und „We shall overcome“, verspricht Schlüter. Leider könne aus Infektionsschutzgründen nur eine beschränkte Zahl von Sängerinnen und Sängern teilnehmen, bedauert die Kantorin. Insgesamt etwa 180 Menschen könnten an den beiden Kirchplätzen Raum finden, um mit Abstand im Freien gefahrlos zusammen singen zu können. Teilnehmende müssen sich vor mit ihren Kontaktdaten anmelden. Eine kostenlose Anmeldemöglichkeit über das Veranstaltungsportal „solingen-live.de“ wird zum kommenden Wochenende freigeschaltet. Nur Menschen mit einem Ticket werden am 3. Oktober 2020 teilnehmen können. Einlass soll an beiden Orten um 18.30 Uhr sein. Am Eingang bekommt jeder eine Kerze mit „Deutschland singt“-Motiv, die während der Veranstaltung brennen und auch an die unzähligen brennenden Kerzen während der friedlichen Demonstrationen zum Ende der ehemaligen DDR erinnern sollen. Vor dem Offenen Singen wird es ab 18.45 Uhr an beiden Kirchen zum Anlass einige Worte u.a. von Superintendentin Dr. Werner und weiteren Vertretern von Kirchen und Kommune geben.

Ein drittes Event bereitet die Evangelische Allianz Solingen in Gräfrath vor. „Wir werden uns mit einem Balkonsingen an der Aktion beteiligen“, erklärt der Vorsitzende, Pfarrer Thomas Schorsch: „In einer Siedlung mit zahlreichen Balkonen werden wir vorher die Bewohner einladen und ebenfalls um 19 Uhr mit möglichst vielen das Offene Singen eröffnen.“ Hier wird das Blasensemble „Pustekuchen“ vor den Balkonen die Sängerinnen und Sänger musikalisch begleiten.

Starkes Signal

Oberbürgermeister Tim Kurzbach kann an der Aktion „3. Oktober – Deutschland singt“ nicht teilnehmen, weil er im Theater und Konzerthaus zeitgleich mit seinem sächsischen Amtskollegen die 30-jährige Städtepartnerschaft mit Aue feiert. „Wir dürfen heute dankbar sein, dass der tiefe Riss, der Deutschland jahrzehntelang durchzogen hat, durch Friedensgebete und – davon bin ich überzeugt – auch durch Gottes Güte – überwunden wurde“, betont Kurzbach: „Die Aktion ‚Deutschland singt‘ ist ein starkes Signal, um in diesen sorgenvollen Zeiten an das zu erinnern, wofür wir von Herzen dankbar sein können – und dass es eine tägliche Herausforderung bleibt, die Mauern zwischen Menschen und in den Köpfen zu überwinden. Mein Dankeschön gilt auch den Organisatoren, die dies trotz Corona möglich gemacht haben.“

Für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland

Die Aktion „3. Oktober – Deutschland singt“ ist eine Initiative von Menschen aus Politik, Theologie, Kultur und Gesellschaft. Zu den Initiatoren gehören unter anderem die ehemalige thüringische Ministerpräsidentin und Pfarrerin Christine Lieberknecht (CDU) und der ehemalige Kultusminister in Brandenburg und Pfarrer Steffen Reiche (SPD). Die Schirmherrschaft für die Aktion 2020 haben der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, sowie der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Josef Schuster übernommen. Beide wünschen sich, dass von dem gemeinsamen Singen ein Signal für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland und gegen Rassismus und Antisemitismus ausgeht.

Info
Mehr zu der Aktion „3. Oktober – Deutschland singt“ gibt es im Netz unter „3oktober.org“. Wegen Corona gibt es bei den Solinger Veranstaltungen nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen und die Notwendigkeit einer vorherigen Anmeldung. Kostenlose Tickets dazu gibt es ab dem kommenden Wochenende unter „solingen-live.de“.

Hygienekonzept Ketzberg

Corona und kein Ende.

In der Kirchengemeinde Ketzberg achten wir auf alles, was eine Ansteckung verhindert. Die Einschränkungen sind für manche noch lästig. Viele haben sich daran gewöhnt. Wir reden inzwischen auch wieder über viele andere wichtige Themen des Lebens und haben uns weitgehend abgewöhnt zu wiederholen, was alle schon wissen (wie schwierig alles unter Corona-Bedingungen ist usw…).

Also machen Sie bitte mit Vernunft und Sorgfalt mit, wenn Sie mit der eigenen Gesundheit achtsam umgehen und auch das Risiko einer Ansteckung anderer mindern wollen. Unsere Regeln sind mit der Ordnungsbehörde abgestimmt und sind im Rahmen dessen, was in vielen Kirchengemeinden ähnlich gemacht wird.
Wir dokumentieren hier die wichtigsten Punkte des Presbyteriumsbeschlusses. Zu den besonderen Veranstaltungen folgen rechtzeitig weitere aktuelle Informationen, die möglicherweise von der ursprünglichen Planung abweichen. Da sich die Infektionslage verändert, wird alles laufend angepasst.

Hygienekonzept Ev.Kirchengemeinde Ketzberg
(nach dem Beschluss Presbyterium 19.8.2020)

1. Gottesdienste in der Kirche

  • 60 Plätze  (1er, 2er, 3er) mit Abstand zur nächsten Sitzgruppe
  • Hygienehinweise (Aushänge), Handhygiene (Möglichkeit zum Händewaschen; Handdesinfektion)
  • Einbahnstraßenprinzip
  • Maskenpflicht beim Rein- und Rausgehen, Empfehlung, auch am Platz Maske zu tragen (wenn Sie an Luftnot o.ä. leiden, können Sie die Maske abnehmen)
  • nur eine Kollekte (kontaktfrei)
  • kein Gemeindegesang, keine Gesangbücher, sondern Video-Präsentation bzw. Kopien
  • Sitzplan mit nummerierten Stühlen, Dokumentation (datenschutzkonforme Aufzeichnung und Vernichtung)
  • Kurzgottesdienste (ca. 30 Minuten), ggf. anschließend zweiter Gottesdienst (dazwischen Lüften)

Erntedank, Ewigkeitssonntag, 1. Advent, 1.Weihnachtstag, Altjahresabend
mehr Besucher zu erwarten: Option eines zweiten Gottesdienstes

Heiligabend
Weihnachts-Parcours unter freiem Himmel am Nachmittag für Kleingruppen von Friedhof über Weg in Kirche (Dauerlüftung) nach draußen mit 4-6 Stationen (Bilder, Darbietung, Gebet, draußen Singen, Segen, Licht anzünden, Kollekte)

Handhygiene, Dokumentation, Abstandsgebot, Maskenpflicht, Einbahnstraße, Kontaktverbot

UND: Christmette (23.00 Uhr): Kurzgottesdienst mit Anmeldeverfahren, ggf. 2. Gottesdienst um 23.30 Uhr

UND: weihnachtliche Video-Botschaft mit Lesung, Gebet, Segen, Kurzansprache, Musik auf der Gemeinde-Homepage

UND: “Gottesdienst zuhause”:  Anregung im Gemeindebrief, eine häusliche Feier zu gestalten (fertiger Ablauf mit Lesung, Gebeten, Besinnung, Segen, teils kindgerecht)

2. Veranstaltungen im Gemeindehaus

  • Hygienehinweise (Aushänge), Handhygiene (Möglichkeit zum Händewaschen; Handdesinfektion)
  • Maskenpflicht beim Rein- und Rausgehen, Einbahnstraßenprinzip
  • Gesang mit 6 bzw. 3 m Abstand
  • keine Gegenstände gehen von Hand zu Hand (wenn doch: Handschuhpflicht)
  • eigene Stifte sind mitzubringen
  • Sitzplan-Dokumentation (datenschutzkonforme Aufzeichnung und Vernichtung)
  • Kurze Veranstaltungen, häufig lüften.
  • Speisen und Getränke werden an den Platz gebracht (Servierperson trägt Maske und Handschuhe); Spülen mit Maschine (60 Grad)

Adventsbasar So., 29.11.2020 (1. Advent), Kurzgottesdienst 10.30 Uhr, ggf. zusätzlich 11.00 Uhr. Ab 10.30 Uhr Basar mit 3-5 Ständen (Konfirmandenraum, Foyer, Saal, ggf. Garten). Abstandsgebot, Masken-/Handschuhpflicht. Speisen werden serviert. Kleine Veranstaltung, Ende ca. 14 Uhr

3. Veranstaltungen im Garten

  • Hygienehinweise (Aushänge)
  • Handhygiene (Möglickeit zum Händewaschen; Handdesinfektion)
  • Maskenpflicht beim Rein- und Rausgehen, Einbahnstraßenprinzip
  • Gesang mit 1,5 m Abstand
  • keine Gegenstände gehen von Hand zu Hand (wenn doch: Handschuhpflicht)
  • Dokumentation (datenschutzkonforme Aufzeichnung und Vernichtung)

Haben Sie Fragen oder Wünsche? Melden Sie sich bitte bei Pfr. Christof Bleckmann, Tel. 0157 3066 7301 christof.bleckmann@ekir.de