Abend der Begegnung: Der Kompromiss

Am 28.4. geht es um persönliche und politische Kompromisse. Mancher fürchtet den faulen Kompromiss, aber für andere ist ein Kompromiss die Meisterleistung, ohne die es unter Menschen kein friedliches Leben gibt: Interessen werden ausgeglichen und alle können mit einer Lösung leben. Wer nicht fähig zum Kompromiss ist, kann in der Politik nichts gestalten und sollte besser keine nähere Beziehung oder Ehe eingehen. Oder ist manchmal Kompromisslosigkeit nötig?

Der Abend der Begegnung ist ein offenes Gesprächs- und Begegnungsangebot der Evangelischen Kirchengemeinde Ketzberg. Der Ton ist offen und persönlich. Man kann aber auch nur zuhören. Am Anfang gibt es Brot und Butter zu essen – wer mag, kann etwas dazu Passendes mitbringen (bitte hygienisch verpackt in Einzelportionen). Am Ende gibt es einen Abendsegen.

Termin: Dienstag, 28.9.2021, 19.00-21.00 Uhr
Ort: Evangelisches Gemeindehaus Ketzberg, Tersteegenstr. 52 a, 42653 Solingen
Infos: Pfarrer Christof Bleckmann, Tersteegenstr. 52 a, 42653 Solingen, Tel. 0157 3088 7301, christof.bleckmann@ekir.de

Bild von andreas N auf Pixabay

Jubiläum in Ketzberg

Kirchenmusikerin Elisabeth Szakács sorgt seit 25 Jahren in der Gemeinde für den guten Ton

Am 1. August 1996 trat Elisabeth Szakács die Kirchenmusikerstelle in Ketzberg an, die ersten zwei Jahre zusammen mit ihrem Mann Imre Szakács. Sie stammt aus einer Musikerfamilie, hat früh in Jugendchören mit Gitarrenbegleitung gesungen, Geige, Klavier und Orgel gespielt, dann klassische Kirchenmusik in Heidelberg studiert und sich für Bach, Mozart und Mendelssohn („in dieser Reihenfolge“) begeistert: meisterhafte Musik, die von tiefem Glauben geprägt ist!

Ihre Schwerpunkte waren Flötenmusik, Kinderchöre, Musicals (teils mit großer Kulisse), Chorarbeit für verschiedene Altersgruppen und Genres. Elisabeth Szakács bildete sich umfangreich fort in populärer geistlicher Chormusik und führte Gospelchöre zu besonderen Leistungen, etwa die Teilnahme am WDR-Chorwettbewerb 2017.

Herausfordernd waren die Reduzierungen ihrer kirchlichen Anstellung in 2005 und 2010 um insgesamt 50%. Der Chorverein „W4ir  Stimmen für Ketzberg“ sichert weitere 50% der Anstellung. „Mit Menschen arbeiten“ ist ihr besonderes Anliegen, und viele Menschen machen begeistert mit.

Die Gemeinde dankt Elisabeth Szakács sehr für ihr langjähriges und absolut überzeugendes Engagement. Im musikalischen Gottesdienst in der Ketzberger Kirche am 19.9.2021, 10.30 Uhr wird das Jubiläum gefeiert – mit Musik!    

 Pfarrer Christof Bleckmann
Foto: Rainer Fromm

Nacht der offenen Kirchen 01.10.2021 – bei uns:


Musik! Musik! Musik!

19:30-24:00 Uhr

Neue Klänge zum Zuhören und Mitmachen: Gospel mit Unisono und ein Klang-Kunst-Projekt mit Trompete, Computersounds und den Glocken der Ketzberger Kirche

19:30 bis 20:30 Uhr: Offene Chorprobe mit Gospelchor Unisono: pure Begeisterung für moderne Gospel- und Popmusik. Leitung: Elisabeth Szakács.

21:00 bis 23:00 Uhr:  Performative Klanginstallation für Trompete, Elektronik und Kirchenglocken: Für die Nacht der offenen Kirchen präsentieren Christopher Collings (Solingen) und Juan Verdaguer (Argentinien) einen musikalischen Ausschnitt ihres interdisziplinären Kunstprojekts, das vom 8. bis 10. Oktober 2021 auch im Lichtturm Solingen stattfinden wird. Die performative Klanginstallation besteht aus einem 3D-Surround Sound Erlebnis, für das elektronisch reproduzierte Naturkulissen mit Trompetenklängen und den Glocken der Kirche Ketzberg vermischt werden.

23:00 bis 24:00 Uhr:  Offene Kirche

Neue Regeln für den Gottesdienstbesuch bzw. Gruppen/Veranstaltungen

Liebe Gemeindemitglieder,

mit der neuen Coronaschutzverordnung kommen veränderte Regelungen. Gleich geblieben sind das Abstandsgebot (1,5 m), die Handdesinfektion und die medizinische Maske bis zum Platz. Entfallen kann die Dokumentation. Sie müssen also die Luca-App nicht mehr nutzen bzw. keinen Zettel mit Ihren Kontaktdaten mehr ausfüllen.

Für mehr Sicherheit für alle Teilnehmer bitten wir Sie nun aber am Eingang um den Nachweis Ihrer Immunisierung oder Ihres negatives Bürgertest-Ergebnisses bzw. negativem PCR-Tests. Der Test darf höchstens 48 Stunden zurückliegen.

Immunisiert sind vollständig geimpfte sowie genesene Personen.

Da wir das beim Ankommen kontrollieren müssen, halten Sie bitte Ihren Impfausweis oder ihr Testzertifikat sowie einen Lichtbildausweis parat.

Wenn dies bei Ihnen alles nicht der Fall ist, können wir Ihnen leider keinen Zutritt gewähren. Alternativ ist – je nach Wetterlage – ein Zusehen/Zuhören von draussen durch die Sommerkirchentür möglich.

Ohne Maske singen dürfen wir drinnen nur, wenn alle geimpft oder genesen sind oder einen negativen PCR-Test nachweisen können. Daher kann dies nur spontan entschieden werden. Wenn Besucher mit einem Bürgertest anwesend sind, müssen wir alle die Masken beim Singen tragen.

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche mit Schülerausweis gelten aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen. Kinder bis zum Schuleintritt sind ohne Vornahme eines Coronatests getesteten Personen gleichgestellt. Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen

Analog gelten diese Regelungen für alle Gemeindegruppen/-veranstaltungen auch im Gemeindezentrum.

Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihre Mitarbeit, bleiben Sie gesund!

Ihre

Nicola Henkel

Quelle: www.gemeindebrief.de, Zeichnung: Mester

Neuanfang mit Segen

Gottesdienst für Kinder und Erwachsene am Sonntag, 22.8.2021

Gottesdienst für Kinder und Erwachsene, die etwas Neues beginnen:

Grundschule, weiterführende Schule, KiTa, Musikschule, Konfi-Unterricht, Fahrschule, Liebe, Sport, Hobby, Tierhaltung, neuer Lebensabschnitt, Diät, guten Vorsätzen folgen… … … …  (unabgeschlossene Liste)

Sonntag, 22. August 2021, 10.30 Uhr

Evangelische Kirche Ketzberg, Lützowstr. 96, 42653 Solingen

Infos: Pfarrer Christof Bleckmann, Tersteegenstr. 52 a, 42653 Solingen, Tel. 0157 3066 7301 christof.bleckmann@ekir.de

Corona-Regeln (ab 20.8.2021):

Zutritt nur für Immunisierte oder Getestete („3 G“); bitte Dokumente und Personalausweis (o.ä.) bereithalten. Kinder, Schülerinnen und Schüler gelten als immunisiert. Medizinische Maskenpflicht für alle ab Schulalter. Handhygiene. Details finden Sie hier

Foto: Lotz / Der Gemeindebrief

United4Rescue – Update

Liebe Gemeindemitglieder,

wir unterstützen auch weiterhin das Bündnis United4Rescue. Hier ein Update und Materialien zur Information für Sie:

Zwei Schiffe haben wir bislang als Bündnis ins Mittelmeer geschickt und zahlreiche weitere Rettungseinsätze durch unsere Förderung ermöglicht. Nun kommt ein Flugzeug für Beobachtungsmissionen hinzu. Doch leider wird das Retten von Menschen durch unsere Projektpartner auf dem Wasser regelmäßig durch staatliche Blockaden verhindert.

Wo wir lange von der Ignoranz der europäischen Staaten gesprochen haben, zeigt sich inzwischen politisches Handeln der Verhinderung und Kriminalisierung ziviler Seenotrettung. Viele Menschen, die auf dem Mittelmeer in Not geraten kostet das ihr Leben.

Weil man Menschen nicht ertrinken lässt gehen wir am 7.8. deutschlandweit auf die Straße.

Unsere zentrale Forderung: „Seenotrettung ist #unverhandelbar – Free the Ships, Stop the Pushbacks, Menschenrechte jetzt“. Bislang sind in folgenden Städten Aktionen geplant: München, Frankfurt (Main), Köln, Hamburg (am 8.8.), Dresden, Münster, Norden, Berlin, Freiburg. Schreibt uns für genauere Infos: unverhandelbar@united4rescue.com

Quelle für Fotos und Dokumente: www.united4rescue.com

Ich gebe der Gemeinde den Rest…

Unsere Aktion 1, 2 und 5 Cent-Münzen zu sammeln  – 10 Cent gehen natürlich auch 😉 – und „der Gemeinde den Rest“ zu geben läuft auch 2021 weiter.

Jetzt mit neugestalteter Sammelbox, welche Sie hier herunterladen können:

Die neuen Sammelboxen gibt es auch ausgedruckt zum Mitnehmen in Kirche und Gemeindezentrum.

Danke allen Spendern! Sie unterstützen damit unsere Gemeindearbeit.

Sammeln Sie einfach zu Hause weiter und bringen das Geld mit, wenn Sie zu einem Gottesdienste oder einer Veranstaltungen kommen. Es kann bei unserer Küsterin (oder anderem Mitarbeiter) abgegeben werden.

Quelle Foto mit Münzen: www.gemeindebrief.de

Kirchengemeinden läuten am Freitag stadtweit die Glocken und laden zur Andacht ein

Solidarität mit den Hochwasser-Opfern

Ein öffentliches Zeichen des Zusammenhalts in der aktuellen Hochwasser-Krise wollen die evangelischen und katholischen Gemeinden der Stadt setzen. Am kommenden Freitag, 23. Juli 2021, werden darum um 18 Uhr in der ganzen Stadt die Glocken läuten.

In mehreren evangelischen Kirchen wie der Stadtkirche Mitte am Fronhof, der Walder Kirche, der Ketzberger Kirche, der Christuskirche in Rupelrath, der Widderter Kirche, der Lutherkirche wird danach ab 18.10 Uhr zu einer Andacht oder Offener Kirche eingeladen, um für Opfer und Betroffene der Hochwasserkatastrophe zu beten. In einem Brief hatte der rheinische Präses Dr. Thorsten Latzel zu Glockenläuten und Andachten oder Offener Kirche als „tröstende Zeichen der Solidarität“ aufgerufen, um deutlich zu machen, „dass wir uns gegenseitig unterstützen, füreinander beten und uns in der Nachfolge Christi gegen die zerstörerischen Mächte des Chaos stemmen“. Die meisten der vom Hochwasser besonders betroffenen Gebiete in NRW und Rheinland-Pfalz liegen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Gemeinden helfen auch praktisch

Bereits am vergangenen Freitagabend wurde in der Dorper Kirche eine Andacht gefeiert. Am letzten Sonntag wurde auch in den evangelischen Gottesdiensten der vom Hochwasser betroffenen Menschen gedacht. In den Gemeinden wird zu Spenden für die Gerd-Kaimer-Stiftung sowie für das Spendenkonto der Evangelischen Kirche im Rheinland aufgerufen. Außerdem haben Mitglieder und Teams aus Gemeinden praktisch bei Aufräumarbeiten geholfen und unterstützen Betroffene mit Sachspenden und Hilfeleistung. Die Notfallseelsorge war während und nach dem Unwetter vor Ort im Einsatz. Pfarrerinnen und Pfarrer sind selbstverständlich für seelsorgliche Gespräche über ihre jeweiligen Telefonnummern ansprechbar (Kontaktdaten gibt es hier). Auch die Evangelische Beratungsstelle steht für Menschen bereit, die das Erlebte mit professioneller Hilfe verarbeiten möchten (Tel. 0212 / 287-287). Im Sozialdiakonischen Zentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Wald kann die Kleiderkammer genutzt werden (Tel.: 0212 / 318025). Hier steht auch Kinderkleidung zur Verfügung.

Quelle: Thomas Förster, Kirchenkreis Solingen (Link)

Datum: Freitag, 23.7.2021, 18.00 Uhr
Ort: Ev.Kirche Ketzberg, Lützowstr. 96, 42653 Solingen

Präses Thorsten Latzel: „Gott ist der Ort, wo wir unsere Klage lassen können“

Ökumenische Gottesdienste für die von der Flutkatastrophe Betroffenen
Düsseldorf/Trier/Soest (18. Juli 2021). „Gott ist nicht die Antwort auf all unsere Fragen, schon gar nicht jetzt, in diesen Stunden. Aber Gott ist der Ort, wo wir unsere Klage lassen können.“ Das hat Präses Dr. Thorsten Latzel in einem ökumenischen Gottesdienst aus Anlass der Flutkatastrophe am gestrigen Abend, 17. Juli, in der Konstantin-Basilika in Trier betont. Zuvor war er gemeinsam mit der örtlichen Pfarrerin Vanessa Kluge im von der Flutkatastrophe stark getroffenen Trierer Stadtteil Ehrang unterwegs gewesen. Auch das ist Thema im Gottesdienst.

„Beim Seelsorge-Gang durch Ehrang zum Verteilen von Kaffee, Brötchen und Keksen trafen wir auf eine Frau aus der Gemeinde. Sie hatte das Kruzifix ihrer katholischen Oma im überschwemmten Keller gefunden und sichtbar nach draußen auf eine rote Kiste gestellt. Der Gekreuzigte im Schlamm der Überschwemmung. Für mich ist Gott heute genau dort gewesen – mitten im Schlamm der Überschwemmung, auf der Seite der leidenden Menschen, wie seit Urzeiten im Kampf gegen die Chaosmächte“, schreibt Präses Dr. Thorsten Latzel in seinem theologischen Impuls „Die Fluten als widergöttliche Chaosmächte – oder: Christus im Schlamm. Theologische Gedanken zur Überschwemmung“. Wie Gott in der Geschichte handele, bleibe uns letztlich verborgen. „Wir wissen aber um die Liebe Gottes zu allen seinen Geschöpfen – eine kreative, kämpferische, mitleidende Liebe. Eine Liebe, die keine Chaosfluten schafft, sondern sie im Gegenteil verhindert. Sinnbild dessen ist für mich Christus als leidender Schöpfungsmittler am Kreuz“, schreibt Latzel weiter.

Was Kirche tun kann: Orte bieten, um vor Gott klagen und weinen zu können
Trauer, Rettung und Gebet – das sind zentrale Worte aus der Predigt und aus den persönlichen Gedanken der Gäste im Hörfunkgottesdienst. Präses Dr. Thorsten Latzel hat besonders eine Begegnung in Sinzig bewegt: „Dort kamen zwölf Menschen in einer Behinderten-Einrichtung ums Leben. Der Bürgermeister der Stadt sagte nach dem Gedenkgottesdienst: ‚Das war das erste Mal, dass ich seit Tagen zur Ruhe kommen und weinen konnte.‘ Das ist es, was wir als Kirche jetzt tun können: Orte zu bieten, um vor Gott zur Ruhe zu kommen und klagen, weinen zu können.“

Stichwort: #unwetterklage
Die Evangelische Kirche im Rheinland hat einen digitalen Klageraum freigeschaltet. Dort ist Platz für Sorge, Bitten und Trauer. Präses Dr. Thorsten Latzel hat im Klageraum ein Flut-Gebet gepostet. Darin bittet er: „Gott, gib uns Mut, wieder aufzustehen. Gegen Schlamm und Schutt. Lass uns füreinander Trösterinnen und Hoffnungsbringer sein. Gott, hilf uns umzugehen mit dem, was wir nicht verstehen. Und hilf uns so zu leben, dass sich solche Katastrophen nicht vermehren.“

Zur Lage in Solingen:

Team der Notfallseelsorge Solingen im Einsatz
„Es war gegen 22.30 Uhr am Mittwochabend, als Einsatzkräfte begannen, den Solinger Stadtteil Unterburg zu evakuieren“, berichtet Thomas Förster, Pressesprecher des Evangelischen Kirchenkreises Solingen. Weil Wupper und ein Nebenfluss sich immer reißender in den idyllischen Stadtteil ergossen, habe der Krisenstab beschlossen, Bewohnerinnen und Bewohner des überfluteten Stadtteils in eine höhergelegene Grundschule zu bringen. Im Rahmen des Einsatzplans löste die Einsatzleitung der Feuerwehr demnach auch Alarm für die Notfallseelsorge aus, die in Solingen vor allem von der Evangelischen Kirche getragen wird, wie der Kirchenkreis in einer Pressemitteilung erläutert.

Zwei Pfarrer, eine Pfarrerin, ein ehrenamtlicher Seelsorger und eine ehrenamtliche Seelsorgerin blieben demnach bis zum frühen Donnerstagmorgen in der Grundschule sowie in der provisorisch durch das Deutsche Rote Kreuz mit Feldbetten ausgestatteten Schulturnhalle. „Wir gingen von Raum zu Raum und boten den Menschen, die im Laufe des späten Abends und der Nacht zur Sammelstelle gebracht wurden, Gespräche an, um die Situation zu verarbeiten“, erklärt Pfarrer Klaus Hammes, der im Evangelischen Kirchenkreis Solingen auch Vorsitzender des Beirats für die Notfallseelsorge ist. Peter Binz war als ehrenamtlicher Notfallseelsorger vor Ort: „Wir hatten viele gute Gespräche.“ Auch Renate Tomalik war gegen Mitternacht nachalarmiert worden und bis gegen 5 Uhr als Notfallseelsorgerin aktiv. „Ich habe alle möglichen Reaktionen erlebt“, berichtet die Klinikpfarrerin, „einige waren völlig cool. Andere begegneten mir tief verzweifelt, manche haderten mit Gott.“ Auch Magda Becker war als Ehrenamtliche in der Sporthalle vor Ort.

Ein sechster Notfallseelsorger suchte in der Hauptfeuerwache das Gespräch mit Einsatzkräften, die besonders belastende Situationen erfahren hatten. Um 12 Uhr am Donnerstag konnte auch die letzte Person mit ihrem Hund die Turnhalle der Grundschule verlassen. Nachdem die Pegelstände in Unterburg im Laufe des Tages kräftig gefallen waren, durften gegen Mittag laut dem Kirchenkreis Solingen die ersten Unterburger in ihre Häuser zurückkehren. Auch hier kümmerten sich eine Notfallseelsorgerin und ein Notfallseelsorger vor Ort. Der Solinger Krisenstab hatte sie gebeten, Menschen ein Gesprächsangebot zu machen, die nach ihrer Rückkehr verarbeiten mussten, welche Schäden das Hochwasser an ihrem Zuhause angerichtet hatte. Bis zum späten Nachmittag waren sie in ihren violetten Warnwesten mit dem gut lesbaren Schriftzug „Seelsorge“ im Stadtteil unterwegs.

Kirche in Solingen-Unterburg von Fluten der Wupper erwischt

Von den erschreckenden Ausmaßen des Hochwassers der vergangenen Tage blieben auch die Kirchengemeinden im Kirchenkreis Lennep. Wie der Kirchenkreis mitteilt, wurde die Kirche Unterburg im Solinger Stadtteil Unterburg und der angrenzende historische Friedhof von den Fluten der Wupper in Mitleidenschaft gezogen. Das denkmalgeschützte Kirchengebäudeam Ufer der Wupper aus Bruchstein im bergischen Barockstil war demnach von den Wassermassen schnell umschlossen. Auch der benachbarte historische Friedhof aus dem Jahr 1744 sei alsbald von den braunen Fluten bedeckt gewesen. „Sobald das Wasser abgeflossen ist, werden wir die Schäden, die das Hochwasser an unserer Kirche, auf dem Friedhof und im angrenzenden Gemeindehaus angerichtet hat, sichten“, sagte die für Burg zuständige Pfarrerin Almuth Conrad aus der Kirchengemeinde Wermelskirchen.

Hilfsangebote in Solingen:
Spendenkonto der Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung
IBAN DE97 3425 0000 0001 6633 84
Stichwort: Hochwasser-Hilfe Solingen

Sie wollen helfen? Sie benötigen Hilfe? Koordinierungstelefon
0212 / 1491 2230
hochwasserhilfe@solingen.de
Quelle: ekir.de