Wieder Kurz-Gottesdienste in der Kirche ab 10.05.2020

Liebe Gemeindemitglieder,

ab Sonntag, dem 10. Mai können wir Ihnen wieder kurze Gottesdienste unter bestimmten Prämissen anbieten. An diesem Sonntag ist unsere Prädikantin Monika Ruhnau ab 10.30 Uhr für Sie da.

Folgendes sollten Sie wissen bzw. beachten:

Es besteht die Notwendigkeit eine Maske (alternativ Halstuch oder Schal) zu tragen.

Der Zugang erfolgt über die Rampe von vorne. Hierbei müssen die Abstandsregeln eingehalten werden.

Analog zu Beerdigungen ist der Eintrag in eine Anwesenheitsliste erforderlich. Desinfektionsmittel steht für Sie bereit.

Bitte begeben Sie sich dann – unter Beachtung der Abstandsregel –  direkt zu einem der freien Stühle im Kirchraum und verlassen diesen erst am Ende des max. 30-minütigen Gottesdienstes wieder. Die Sommerkirchentür ist unsere Ausgangstür.

Falls mehr Besucher kommen, als Stühle (30) vorhanden sind, findet der Gottesdienst nach einem kurzen Durchlüften im Anschluss noch einmal statt. Singen und Abendmahl feiern werden wir aus Vorsichtsgründen erst einmal nicht.

Wir freuen uns darauf Sie wieder begrüßen zu dürfen. Bitte ermöglichen Sie uns das Fortführen des Gottesdienstangebotes durch ihre Mitwirkung (Maske + Abstandsregel) und befolgen Sie die Anweisungen der Mitarbeitenden.

Im Namen des Presbyteriums

Nicola Henkel

Stellv. Vorsitzende

Online-Gottesdienste in der Karwoche und zu Ostern

Wegen der Corona-Krise müssen Kirchen für Gottesdienste weiterhin geschlossen bleiben. Es gibt darum auch zwischen Karfreitag und Ostermontag viele Online-Gottesdienst im Internet. Hier finden Sie eine Übersicht aller Angebote der evangelischen Gemeinden in Solingen (Quelle: Kirchenkreis Solingen):

Auch für Kinder und Familien werden besondere Online-Gottesdienste angeboten. Infos dazu gibt es unter www.klingenkirche.de.

Alle Gottesdienste sind nach der Premiere als Stream zur angegebenen Zeit noch einige Tage weiter abrufbar.

Links zu allen Gottesdiensten gibt es auch unter www.gottesdienst-solingen.de.

Evangelische Kirchengemeinde Dorp
aus der Dorper Kirche

www.evangelisch-dorp.de

10.04. Gottesdienst am Karfreitag um 11 Uhr (Pfarrer Joachim Römelt)
12.04. Osternachtgottesdienst um 5 Uhr (Pfarrer Joachim Römelt)
12.04. Kindergottesdienst um 11 Uhr (Pfarrerin Raphaela Demski-Galla)

Evangelische Kirchengemeinde Gräfrath
aus der Evangelischen Kirche am Gräfrather Markt

www.kirchegraefrath.de

10.04. Gottesdienst am Karfreitag um 10.30 Uhr (Prädikant Dr. Holger Ueberholz)
12.04. Ostergottesdienst um 10.30 Uhr (Pfarrer Thomas Schorsch)

Evangelische Luther-Kirchengemeinde
aus der Lutherkirche

www.luki.de

10.04. Gottesdienst am Karfreitag um 11 Uhr (Pfarrerin Michaela Röhr)
12.04. Familiengottesdienst zu Ostern um 11 Uhr (Pfarrer Menge und Team)

Evangelische Kirchengemeinde Merscheid
aus der Merscheider Kirche

www.merscheid.de

12.4. Ostergottesdienst um 10 Uhr (Pfarrer Dirk Stark)

Evangelische Kirchengemeinde Ohligs
www.youtube.de unter „Evangelische Kirchengemeinde Solingen Ohligs“

10.04.  Musikalische Andacht zur Todesstunde Jesu um 15:00 Uhr (Pfarrerin Claudia Stark und Kantorin Birgit Rhode)

12.04.  Gottesdienst mit Entzünden der Osterkerzen um 5.30 Uhr (Pfarrerin Bärbel Schweizer und Prädikantin Miriam Hindenberger)

Evangelische Kirchengemeinde St. Reinoldi Rupelrath
aus der Christuskirche

www.rupelrath.de

10.04. Gottesdienst am Karfreitag um 11 Uhr (Pastorin Petra Schelkes)
12.04. Ostergottesdienst um 11 Uhr (Pfarrer Matthias Clever)

Evangelische Stadtkirchengemeinde
aus der Stadtkirche Mitte (am Fronhof)

www.stadtkirche-solingen.de

10.04. Gottesdienst am Karfreitag um 10 Uhr (Pfarrerin Jutta Degen)
11.04. Osternachtgottesdienst um 21 Uhr (Pfarrerin Jutta Degen)
13.04.Ostergottesdienst für alle Generationen um 11 Uhr (Pfarrerin Friederike Höroldt)

Vorschlag für Haus-Gottesdienste an Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern während der Corona-Krise

Liebe Gemeindemitglieder,

hier ein Vorschlag von Pfarrer Stephan Sticherling für Haus-Gottesdienste an Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern während der Corona-Krise zum herunterladen für Sie:

Hausgottesdienst Gründonnerstag Karfreitag Osternacht

Bleiben Sie gesund!

Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest!

Ihre Nicola Henkel

00041192

Bild: www.Gemeindebrief.de

 

Neue Jahreslosung für 2020

Verlag am Birnbach – Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24

Auslegung der Jahreslosung 2020:

Angespannt sitze ich im Wartezimmer eines Arztes und hoffe auf ein gutes Ergebnis der anstehenden Untersuchung. Ich habe Angst, fühle mich hilflos. Viele Menschen aus meinem Bekanntenkreis mussten sich schon schweren Diagnosen stellen – warum sollte ich ausgenommen sein?

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Genau das spielt sich gerade in mir ab: „Ich glaube!“ – Ja, ich weiß mich in Gottes Hand. Ja, ER meint es gut mit mir. Ja, IHM ist nichts unmöglich!
Gleichzeitig rumoren in mir Gedanken wie: Kümmert Gott mein kleines Leben überhaupt? Warum bin ich nur so unruhig und besorgt? Wo bleibt mein Gottvertrauen? Wenn es darauf ankommt, verliere ich den Boden unter den Füßen. Dabei habe ich doch schon so oft Gottes Nähe und Hilfe erlebt …

So erging es bereits den Menschen, die mit Jesus unterwegs waren. Unglaubliches hatten sie mit ihm erlebt: Wie er lebensbedrohliche Wogen glättete, Stürme stillte, Tausende speiste und Kranke heilte. Doch oft machte sich schon bei der nächsten Herausforderung große Hilfslosigkeit breit, so dass Jesus sie fragte: „Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?“ (Markus 4, 40)

Genau das passiert wieder einmal. Ein Vater bringt seinen schwer kranken Sohn zu ihnen. Die Situation eskaliert, als sich auch noch Schriftgelehrte einmischen. Wie so oft gesellt sich zur Hilflosigkeit die Aggression. Einer fehlt. Jesus, der plötzlich dazu kommt und in die aufgebrachte Runde hinein fragt: „Was streitet ihr mit ihnen?“ Da platzt alles aus dem Vater heraus, die Angst um seinen Sohn, die Enttäuschung über die Ratlosigkeit der Jünger: „Und du selber warst nicht da – nur deine Jünger und die konnten uns nicht helfen!“ Jesus reagiert nahezu ungehalten: „O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!“ – und handelt. In Jesus Gegenwart bäumt sich noch einmal die lebensfeindliche widergöttliche Macht in dem Kranken auf. Der Vater setzt alles auf eine Karte und schreit verzweifelt: „Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!“ Eine bewegende Szene. Ein grundehrlicher Mann, dieser Vater! So eine schlimme Krankheit kann eine komplette Glaubensexistenz erschüttern. Trotzdem mutet er sein Anliegen und seinen „Unglauben“ Jesus zu und fleht ihn um sofortige Hilfe an. Jesus schont ihn nicht und erwischt ihn an seiner Schwachstelle: „Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Da brüllt der Vater verzweifelt:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Ein Hilfeschrei aus der Tiefe: „Ich glaube – wäre ich denn sonst zu dir gekommen? Ich kann es nicht ergründen, was das bedeutet, und was du von mir erwartest. Über letzte Konsequenzen dieses Versprechens bin ich mir nicht im Klaren. Und ich kann dir auch nicht beweisen, dass ich „richtig“ innig genug glaube …“ So folgt auf sein Versprechen die Bitte: „… hilf meinem Unglauben!“ Der Vater erkennt, dass nicht nur sein Sohn der Hilfe und der Heilung bedarf, sondern auch er selber, sein Glaube.

Ist die rote Figur in der Grafik der Künstlerin Stefanie Bahlinger dieser Vater, rot vor Anstrengung, seinen Sohn zu retten? Rot vom Weinen und Schreien um Hilfe? Sind die ausgebreiteten Arme eine Geste der Kapitulation? Immer wieder hat er versucht, die Hoffnung nicht aufzugeben. Jetzt kann er nicht mehr, hängt fest, hängt in der Luft. Damit steht er für alle Geschöpfe, die den Boden unter den Füßen verloren haben und sich nach Rettung sehnen. Für die Unsicheren, die nicht wissen, wem sie noch vertrauen oder an was sie noch glauben können. Für die vergeblich nach Orientierung Suchenden. Und auch für die, die sich ihres Glaubens gewiss sind und deren Glaube plötzlich durch eine Grenzerfahrung ins Wanken gerät.

Jesus kommt genau zum richtigen Zeitpunkt zu dem Vater und greift ein. Abruptes Ende einer aufregenden Geschichte.

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Dieser Aufschrei des Vaters ist ein erster Schritt des Vertrauens. Wie wunderbar, dass Jesus das nicht zu wenig ist!

Gleichzeitig bringt der Vater auf den Punkt, was ein Leben in der Nachfolge Jesu ausmacht. Eine Spannung, die mich nicht zerreißen muss, weil Jesus sich ganz in meine Lage versetzt und sie mit mir aushält. So wird die rote Figur zu Christus, der mich mit ausgebreiteten Armen empfängt. Durch sein Leiden und Sterben zerreißt Jesus den Vorhang zum Allerheiligsten, fällt die Mauer, die uns Menschen von Gott trennt. Angedeutet durch die dunkelblauen Fasern am Rand des Ausschnitts. Große Energie strahlt von Jesus Christus aus. Er stellt sich in den Riss, macht den Weg frei. Er eröffnet einen weiten Raum, und schiebt kraftvoll Mauern der Angst und Sorge weg, die mir und meinem Glauben die Luft zum Atmen nehmen.

Jesus sieht und erträgt meine Unsicherheit, wenn mein Glaube angesichts schwieriger Herausforderungen versagt. So begegnet und antwortet Jesus auch seinen von sich selber enttäuschten Jüngern: „Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten.“ (Markus 9, 29)
Intuitiv setzt der Vater die sprichwörtliche Einsicht: „Not lehrt beten“ um und ruft:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Dieses Bekenntnis ist zugleich ein Hilfeschrei, in dem er nicht nur seinen Sohn, sondern sein ganzes Leben Jesus anvertraut. Es ist ein Gebet der Hingabe an Jesus, dem nichts unmöglich ist. So können die Zacken in der Grafik auch dafür stehen, dass er diesen Sprung des Glaubens wagt im Vertrauen darauf, dass Jesus ihn auffängt. – Wenn das kein Glaube ist! Ein Glaube, der seine Kraft aber nie aus sich selber bezieht. Der nur lebendig bleiben und wachsen kann, wenn er in Jesus verwurzelt ist.

Und doch gibt es immer wieder Zeiten, in denen ich Jesu Nähe, seine Kraft, sein konkretes Eingreifen vermisse. Zeiten, in denen mein Glaube wankt. Was hindert mich dann zu rufen:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Und es gibt Zeiten, in denen mich Jesus herausfordert, über mich selbst und meine Möglichkeiten hinauszuwachsen. Kaum zu glauben, was er mir zu- und anvertraut! Kaum zu glauben, wie seine Möglichkeiten meine Grenzen sprengen! Daran können ihn weder Kleinglaube noch Unglaube hindern.


Motiv: Stefanie Bahlinger
Auslegungstext: Renate Karnstein
Verlag: www.verlagambirnbach.de

 

 

 

Gemeinsamer Gottesdienst am 31.10.2019 in der Lutherkirche

HERZLICHE EINLADUNG
zum Solinger Gottesdienst am Reformationstag 2019 (31.10.) um 19 Uhr in der Lutherkirche (Kölner Str. 1)

Auch in diesem Jahr laden alle evangelischen Gemeinden am 31. Oktober zu einem gemeinsamen Solinger Reformationsgottesdienst ein. Unter der Überschrift „Da simmer dabei! Wenn Gott Menschen ruft“ gibt es in der Lutherkirche auch in diesem Jahr Worte und Szenen zum Reformationstag. Seit es die Kirche gibt, gibt es auch Menschen, die sich von Gott angesprochen und gerufen fühlen. Der Gottesdienst wird einige Beispiele vorstellen. Klänge dazu liefern eine Projektband und ein Projektchor mit Solinger Pfarrerinnen und Pfarrern. Im Anschluss lädt der Evangelische Kirchenkreis herzlich zu einem kleinen Imbiss ein.