Beim nächsten „Abend der Begegnung“ geht es um die Ökumene, die Gemeinschaft der christlichen Kirchen. Brauchen evangelische Christ:innen diese Gemeinschaft? Lebt sie oder ist sie tot? Oder andersherum gefragt: Was ist die Alternative? Gibt es überhaupt eine christliche Zukunft ohne Ökumene?
Gefragt sind nicht allein theologisch Spezial-Interessierte. Vermutlich gibt es im Alltag mehr Ökumene, als es auf den ersten Blick scheint. Auch darum geht es an diesem Abend.
Der Abend der Begegnung ist ein offenes Gesprächsangebot der Kirchengemeinde Ketzberg. Wer sich gern mit anderen trifft und austauscht, ist hier richtig. Man kann aber auch einfach nur zuhören. Der Gesprächston ist freundlich und locker.
Machen Sie mit und verteilen Sie Segen und Ermutigung in Ihrem Ort
Die Pandemie bringt viele Menschen an ihre Grenzen. Viele sehnen sich nach Kraft, Ermutigung und Momenten zum Durchatmen. Ein Segen ist so eine Kraftquelle – eine erlebbare Verbindung zwischen Himmel und Erde: In Segensworten spiegelt sich die tiefe Erfahrung, dass Gott uns Menschen liebevoll ansieht und das Gute in uns stärkt. Die Sehnsucht nach Segen ist auch bei vielen Menschen vorhanden, die selbst keine kirchliche Bindung haben.
Die Initiative „Ich brauche Segen“ knüpft an diese Sehnsucht an und möchte mitten im Alltag „Segenstankstellen“ aufstellen. Als Kirchengemeinde schließen wir uns dieser deutschlandweiten ökumenischen Initiative an und freuen uns, wenn Sie selbst den Segen auf Ihren Alltagswegen verteilen.
So geht es konkret
Ein goldfarbener Aufkleber mit dem schlichten Satz „Ich brauche Segen“ führt über einen QR-Code, bzw. die Internetseite www.segen.jetzt auf 10 verschiedene Segensworte, die gelesen oder als Audio zugesprochen werden können. Probieren Sie es selbst aus!
So können Sie mitmachen und Segen verteilen
Kleben Sie nach Absprache einen Segens-Aufkleber in Ihre Lieblingsbäckerei, an die Eisdiele oder auf dem Parkplatz Ihrer Arbeitsstelle – auf Alltagswegen. Oder schicken Sie die Sticker-Postkarte an Menschen, die Segen brauchen und selbst Segen verteilen wollen.
Die Initiative ist aktuell getragen von mehreren evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümern, sowie einigen kirchlichen Verbänden und Gemeinschaften. Weitere Hintergründe und Materialien zur Initiative finden Sie unter www.mi-di.de/materialien/ich-brauche-segen.
Das Bild ganz oben zeigt die Initiatorin der Aktion, die rheinische Landespfarrerin Simone Enthöfer (Foto: EKiR)
Wenn Sie auf unserer Startseite rechts auf das Kästchen mit „Bildungsspender“ klicken und dann auf der neuen Seite oben rechts auf „Online Spenden“ können Sie uns per Sofort-Überweisung, Vias/Mastercard, Paypal oder Sepa-Lastschrift Geld zukommen lassen.
Ihre Spende kommt der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bis ins hohe Seniorenalter zugute, Chorsängerinnen und Chrorsängern usw. Im Gemeindehaus und in der Ketzberger Kirche gibt es ein vielfältiges Gemeindeleben. Es ist selbstverständlich, dass dafür gute Gebäude mit viel moderner Haus- und Veranstaltungstechnik nötig ist. Manches ist direkt sicht- oder hörbar (wie Beleuchtung und Tonverstärkung), anderes weniger (wie Heizungstechnik und Versorgung mit Strom und Internet). Alles ist erforderlich, um den Besucherinnen und Besuchern gute Bedingungen bieten zu können. Die Kirchengemeinde Ketzberg hat große Mühe, diese Kosten zu tragen und bittet dafür um Unterstützung.
Konkret kosten z.B. ein neues Mikrophon für die Kirche 400 €, die Ausstattung mit energiesparenden LED-Lampen im Gruppenraum des Gemeindehauses 2.500 €, ein Stativ für Ton- oder Videotechnik kostet 100 € und Kabel zwischen 10 und 50 €.
Ein besonders Ostersymbol haben Gisela und Hans-Dieter Berg gebacken und mit Unterstützung von Monika Vetter und Kerstin Wirtz verpackt: ein Kreuz aus Mürbeteig. Wo sich die Balken kreuzen, haben sie ein Loch ausgestochen und mit einem Bonbon gefüllt. Beim Backen bildete sich ein durchscheinendes Fenster. „Ein schönes Symbol für das Licht von Ostern oder auch für einen neuen Blick auf die Wirklichkeit“, sagt dazu Pfarrer Christof Bleckmann. Einige werden in der Gemeinde als Ostergruß verteilt.
Wer sich selbst so ein Kreuz mit Durchblick backen möchte, kann einfach einen Keksteig kneten, Kreuz und das Fenster ausschneiden oder -stechen und ein Fruchtbonbon einfügen – je nach Größe des Fensters reicht ein halbes.
Die Ev.Kirchengemeidne Ketzberg ist Bündnispartnerin von „United4Rescue – Gemeinsam Retten e.V.“ (zivile Seenotrettung). Aktuelle Pressemeldung vom 2.3.2021:
Die Sea-Watch 4 ist endlich frei
Vor über fünf Monaten, am 19.09.2020, wurde die Sea-Watch 4 nach einer elfstündigen Hafenstaatkontrolle unter fadenscheinigen Gründen in Palermo festgesetzt. Der Hauptvorwurf damals: Die Rettung von Menschenleben entspreche nicht der Hauptregistrierung des Schiffes. Außerdem habe das Rettungsschiff zu viele Rettungswesten an Bord und das Abwassersystem sei nicht für die Anzahl möglicher geretteter Personen geeignet. Auch die mehrfache Bestätigung des deutschen Flaggenstaates, dass die Sea-Watch 4 alle erforderlichen Regularien ihrer Registrierung erfüllt und ein sicheres und bestens ausgestattetes Schiff ist, konnte die italienischen Behörden nicht umstimmen.
Um diesen politisch motivierten Hafenstaatkontrollen und den daraus resultierenden Festsetzungen ein Ende zu setzen, hat sich Sea-Watch Ende Oktober 2020 dazu entschieden, Klage zu erheben. Nach mehreren Anhörungen verwies das regionale Verwaltungsgericht in Palermo den Fall Ende Dezember an den Europäischen Gerichtshof (EuGH). Dieser soll nun die generelle Rechtmäßigkeit der Anwendbarkeit der europäischen Richtlinie zur Hafenstaatkontrolle auf humanitäre Schiffe prüfen. Mit dem heutigen Urteil hat das Verwaltungsgericht in Palermo die Festsetzung bis zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vorläufig ausgesetzt. Dieser Beschluss gilt nicht nur für die Sea-Watch 4, sondern auch für die Sea-Watch 3, so dass beide Schiffe ab sofort wieder im zentralen Mittelmeer operieren können.Die Richterin verwies in ihrer Entscheidung darauf, dass die Sicherheit der Schiffe auch im Falle von Notsituationen durch den Flaggenstaat und den Schiffskapitän gewährleistet ist. Sie betonte zudem, dass in jedem Fall der Transport von geretteten Personen an Bord auf die Zeit beschränkt ist, die für ihre Anlandung an einem sicheren Ort unbedingt erforderlich ist.
Die Sea-Watch 4 wird nun in die Werft überführt, wo einige Arbeiten durchgeführt werden, die durch die lange Festsetzung nötig geworden sind. Anschließend wird sie schnellstmöglich wieder in den Einsatz ins zentrale Mittelmeer starten.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) Heinrich Bedford-Strohm hat sich erleichtert über die Freigabe der Sea-Watch 4 geäußert: „Ich bin dankbar und erleichtert über die Entscheidung des italienischen Gerichts. Die Sea-Watch 4 darf jetzt wieder auslaufen. Und das ist auch dringend nötig. Allein in den ersten Wochen dieses Jahres sind bereits 185 Menschen im zentralen Mittelmeer ertrunken. Europa darf dabei nicht einfach zuschauen. Jeder Mensch ist geschaffen zum Bilde Gottes. Jedes einzelne Menschenleben ist kostbar. Deswegen ist es so wichtig, dass wenigstens die zivilen Seenotretter dort vor Ort sind und Leben retten können. Die Freigabe des Schiffes war längst überfällig.“
Auch Thies Gundlach, Vorsitzender von United4Rescue zeigt sich erfreut: „Es ist ein Segen, dass die „Sea-Watch 4 – powered bei United4Rescue“ wieder auslaufen kann. Zur Schande Europas ertrinken immer noch flüchtende Menschen – dank der Sea-Watch 4 hoffentlich bald einige weniger. Denn man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.”
Paul Gerhardt hat wie immer recht: „Die unverdroßne Bienenschar / fliegt hin und her, sucht hier und da / ihr edle Honigspeise“ (EG 503). Bei der milden Witterung sind die ersten Insekten jetzt überall zu beobachten.
Das Bild entstand im Garten des Gemeindehauses an der Tersteegenstraße – ein früher Frühlingsgruß.
Immer freitags ein Licht für die Opfer der Pandemie
Für viele Menschen bedeutet Corona mehr als Impftermin oder Homeoffice. Für Tausende bedeutet es die Trauer um einen Menschen, der an dieser Krankheit gestorben ist. Die Aktion „#lichtfenster“ will zeigen, dass wir an diese Trauernden denken.
In diesen Wochen sterben in Deutschland täglich hunderte Menschen als Folge der Corona-Pandemie. In diesen dunklen Stunden möchten die christlichen Kirchen gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier einen Weg aufzeigen, wie Menschen ihre Trauer und ihre Solidarität ausdrücken können. Deshalb rufen sie zur Aktion #lichtfenster auf.
Solingens Superintendentin Dr. Ilka Werner: „Die Aktion #lichtfenster ist ein schönes Zeichen des Mitgefühls mit denen, die um schwer erkrankte Angehörige bangen oder um an Covid Verstorbene trauern. Ich lade die Solingerinnen und Solinger ein: Machen Sie mit! Und laden Sie Freunde und Nachbarn ein, es auch zu tun!“
Die Aktion #lichtfenster regt dazu an, an jedem Freitag bei Einbruch der Dämmerung ein Licht gut sichtbar in ein Fenster zu stellen – als Zeichen des Mitgefühls: in der Trauer um die Verstorbenen, in der Sorge um diejenigen, die um ihr Leben kämpfen, Mitgefühl mit den Angehörigen der Kranken und Toten.
Das Licht leuchtet aus der Wohnung auch den Nachbarn und den Menschen auf der Straße. Es soll ein Zeichen der Solidarität in dieser doppelt dunklen Jahreszeit sein: „Ich fühle mit Dir!“
Gebet zur Aktion #lichtfenster
„Licht ist dein Kleid, das du anhast.“ Fenster im Eingangsbereich der Ketzberger Kirche
Barmherziger Gott,
„Licht ist das Kleid, das du anhast.“ (Ps 104, 2)
Deswegen zünde ich eine Kerze an
und stelle sie ins Fenster, um allen jenen zu leuchten,
die unter der Pandemie leiden, die besorgt sind und Angst haben,
die erschöpft sind von all der Hilfe, die sie geben wollen,
die verzweifelt sind wegen all der Überforderung und dem Streit, die sie erzwingt.
„Der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.“ (Ps 18,29)
Ich bitte für alle, die allein sind und einsam,
die nicht besucht werden dürfen, die ohne Trost und Begleitung bleiben,
segne sie mit Deiner Gegenwart und mache alle,
die pflegen und versorgen, zu Engeln Deines Lichtes.
„Jesus Christus spricht: ich bin das Licht der Welt …“ (Joh 8,12)
Ich bete für alle Menschen, die an Corona erkrankt sind
und um ihr Leben kämpfen,
schenke Ihnen Licht und Luft, Kraft und Mut,
dass sie zurückfinden in ihr Leben.
„Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht“ (Ps 36, 10)
Auch bitte ich für alle Menschen,
die an Corona gestorben sind, hier und überall auf der Welt,
nimm sie auf in dein Reich und schenke Ihnen ein Licht, das ihre Seele wärmt,
und tröste alle, die weinen müssen um ihre Toten.
Gott, ich bitte dich aber auch für mich selbst und meinen Partner,
für meine Kinder und Enkel, für meine Familie und meine Freunde,
und für meine Feinde auch.
Segne und behüte sie und uns alle, dass wir Zuversicht und Hoffnung behalten
in diesen dunklen Zeiten.