Wort der Zuversicht – Wenn Pläne scheitern

Was tun, wenn Pläne scheitern. Veranstaltungen, Konzerte, Reisen, Gemeindefeste werden abgesagt oder verschoben. Auch private Feiern, auf die man sich gefreut hat: Runde Geburtstage, Konfirmation, Hochzeit, Taufen.

Was macht das mit uns? Manche einer fragt: „Will Gott uns damit etwas sagen? Oder hat Gott mit uns andere Pläne?“ Wie gehen wir also damit um? Möglichkeiten:

1.Wir tun, als wäre nichts geschehen: wir machen „business as usual“ und gestehen uns nicht ein, dass es verdammt weh tut. Wir beißen die Zähne zusammen. Keine gute Idee.

2.Wir kündigen innerlich. Wir geben uns der Sache nicht mehr so hingebungsvoll hin wie davor. Hat doch so wieso keinen Zweck, sich für etwas zu engagieren. Ich mag nicht noch mal enttäuscht werden.

Oder: 3. Wir trauern, wir klagen, wir sagen: ja das tut uns auch weh. Wir erzählen ihm auch unsere Enttäuschungen, Und wir fragen zugleich, wie es weitergehen soll. Vielleicht müssen auch Notlösungen her, die auf einmal zu guten Zwischenlösungen werden. Klar vermissen wir die Gemeinschaft in den Kirchen. Doch die OnlineGottesdienste werden jetzt von vielen geschaut, die sonst gar nicht so oft in die Kirche kamen. Die Solidarität untereinander wurde gestärkt. Man achtet aufeinander.

Zurzeit sind für uns in der Gemeindeleitung nur kurzfristige und vorläufige Planungen möglich, aber wir versprechen Gott, bei ihm und dem Auftrag zu bleiben. Wir bitten ihn um neue Kraft, neue Freude, neue Weisung, und neue Leidenschaft.

„Wenn Gott eine Tür Schließt, dann öffnet er eine andere!“ So heißt eine Lebensweisheit. Diese Erfahrung machten u.a. Paulus und sein Team, kann man in der Apostelgeschichte 16 nachlesen. Sie hatte ihre Missionsreise ganz anders geplant. Doch Gott hatte was andres vor. Schließlich hörte Paulus im Traum den Ruf aus Troas: Komm, rüber und hilf uns. Und damit begann die Mission in Europa.

Gott schenke und allen das Vertrauen: er findet auch neue Wege für uns, ob in der Gemeinde, in der Gesellschaft oder auch im ganz privaten Bereich. Er kann auch aus gescheiterten Plänen was Gutes machen. Aber wir müssen Gott nichts vormachen. Wir dürfen ehrlich bleiben, ohne fromme Maske, verwundet, traurig, ein bisschen müde, ein bisschen neugierig, erwartungsvoll, wir strecken uns aus, wir harren, wir hoffen. Wir sind gespannt, was Gott mit uns vorhat.

Ihr Thomas Schorsch

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