Der neue Hausgottesdienst für Sonntag von unserer Prädikantin Monika Ruhnau

Hier zunächst als Download:

Impuls für Sonntag 19.04.20

Der Friede Gottes sei mit Euch allen – Der Friede sei mit Dir

Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden

Guten Morgen, liebe Geschwister! Quasimodogeniti, was für ein Name! Ein Wort aus dem

  1. Petrusbrief stand Pate: Wie die neugeborenen Kinder nach Milch, so seid begierig nach dem unverfälschten Wort Gottes. Bei mir werden Erinnerungen wach, als meine neugeborenen Söhne nach der Milch gierten, um dann satt an der Mutterbrust einzuschlafen…Was braucht es mehr zum Leben…

So lasst uns feiern

Im Namen Gottes: des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Bund und Treue hält ewiglich und der nicht loslässt das Werk seiner Hände.

Morgengruß Lied 560 O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, da Jesus lebt ohn alles Leid! Er ist erstanden von dem Tod, wir sind erlöst aus aller Not! O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!

Gebet

Gütiger Vater,

so vieles auf der Welt gerät in den Hintergrund.

Wir kreisen um unsere Befindlichkeiten, der Virus frisst alles auf.

Wir bitten dich inständig, hab du deine Schöpfung im Blick:

Kümmere du dich, da, wo wir vergessen.

Stärke du, da, wo wir übersehen.

Gib du Kraft, da, wo wir keine geben können.

Lass uns im Gebet füreinander da sein.

Wir bitten dich für die Menschen, die ihren Dienst für die Gemeinschaft leisten:

In Laboren, in Krankenhäusern, in Lebensmittelläden, in der Politik…

Schenke ihnen Kraft für ihr Tun und Mut für ihre Entscheidungen.

Wir bitten dich für die Kranken:

Steh ihnen bei durch Menschen, die versuchen, ihr Leid zu lindern.

Nimm sie in Liebe an, wenn alles Menschentun nicht mehr helfen kann.

Gütiger Vater, du bist Halt unseres Lebens in Angst.

Lass uns die Osterfreude noch nicht vergessen.

Vieles liegt uns noch auf dem Herzen. Wir legen es in die Worte, die dein Sohn uns lehrte:

Vater Unser

Geleit für die Woche Lied 421 Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott alleine.

Herr, wir bitten dich:

Segne uns. Halte deine schützenden Hände über uns und gib uns deinen Frieden. Amen

Der Predigttext steht bei Jesaja, Kapitel 40, die Verse 26-31

Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen?

Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt. Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst:

Mein Weg ist dem Herrn verborgen, und mein Recht geht an meinem Gott vorüber?

Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Liebe Geschwister, es gibt Worte, da braucht es keiner langen Erklärungen, die trösten einfach und geben Kraft. Ich finde, dieses Jesajawort gehört dazu. Es richtet sich an die Verschleppten des Volkes Israel in Babylon. Sie haben deprimiert abgeschlossen mit ihrer Situation; die Kinder, die in der Gefangenschaft geboren sind, werden wohl nie in den Flüssen von Milch und Honig in Israel baden können. Da schwingt sich Jesaja auf, fest auf Gott vertrauend, sie aus Kummer und Trübsal herauszuholen. Wie er den Blick weglenkt von der Ausweglosigkeit um sie herum – hinauf zu der Weite des Firmaments: Schaut hinauf, wollt ihr etwa die Größe eures Gottes weiterhin kleinreden.

Der, der die Enden der Welt zusammenhält, wird auch für euch einen Weg finden.

Wie ein Lauffeuer – Weißt du nicht… Hast du nicht… soll es unter euch wieder gewispert, getuschelt, herausposaunt werden: Der Herr gibt Kraft und Stärke. Harret, haltet aus, gottergeben, in des Wortes bester Bedeutung.

Ja, das tut gut zu hören. Erst recht in dem ganzen Gewisper, Getuschel und Herausposaunen in Coronatagen. Jeden Tag eine Flut von Informationen, besonders von denen, die kein Mensch braucht. Wir werden ganz wirr im Kopf, ermatten, dabei brauchen wir unser Durchhaltevermögen doch noch ein Weilchen. Corona verengt unsere Sicht auf das Leben. Wie die Israeliten lassen wir uns gefangen nehmen von der Krise. Was ist mit den Dingen, die auch noch wichtig sind: Kein Regen!!

Warum nur fünfzig Flüchtlingskinder aus Lesbos? Es bleibt wichtig, Herz und Verstand frei zu bekommen von der Übermacht des tagtäglichen Bildes eines kleinen, runden Stachelkaktus. Gott will uns dabei helfen, uns nicht vereinnahmen lassen. Darum: Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen?

Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Jünglinge und Mädchen werden müde und matt, und Männer und Frauen straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Ewigkeit.

Amen  

17.04.2020 Monika Ruhnau

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