Wort der Zuversicht: Gemeinsam Gott loben / Montag, 6. April

Mit geht der Losungsvers für den gestrigen Sonntag noch durch den Kopf:

Lobt Gott in den Versammlungen! (Psalm 68, 27)

Spontan musste ich lachen! Klar, eigentlich hätten wir uns gestern überall in den Kirchen versammelt und Gottesdienst gefeiert. Palmsonntag sogar schon. Jesus zieht in Jerusalem ein – Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Eine gute Losung für einen solchen Sonntag. Aber schlecht für einen Sonntag in Corona-Zeiten. Oder?

Denn wir haben Kontaktverbot! Keine Versammlungen! Selbst bei Jesu Zusage „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!“ – müssen wir die „drei“ schon durchstreichen.

Also, wie soll das gehen? Es geht! Wir leben es ja gerade!

So vieles passiert online und digital, wo das analoge nicht möglich ist. Wir erleben eine völlig neue und andere Art der Gemeinschaft, was ja ein ureigenes Merkmal für uns Christen ist. Wir spüren eine intensive Verbundenheit im verordneten Abstand und der Distanz. Mit manchen Menschen vielleicht sogar mehr als vorher.

Telefonische Besuche bei Menschen, wo der reale Besuch nicht möglich ist. Beim Schwatzen am Balkon, beim kurzen Gespräch auf die andere Straßenseite hinüber, sich geduldig und verständnisvoll anlächeln in der Warteschlange vorm Supermarkt.

Persönlich gelebte Diakonie, Dienst am Nächsten, Nachbarschaftshilfe – einander wahrnehmen und begleiten in dieser Krise, die uns alle betrifft und verbindet. Wie sehr freue ich mich über das, was nun mit ganz viel Phantasie und Pioniergeist in unseren Gemeinden entsteht.

Nicht zuletzt die vielen Gottesdienste, die nun online gehen – und auch junge Christen und Christinnen dieses Angebot wahrnehmen, Zitat: „Anfang des Jahres hätte ich mir nicht  vorstellen können, dass ich jetzt wie mein Opa einen Fernseh-Gottesdienst gucke!“

So loben wir Gott in unseren Versammlungen, getrennt und doch verbunden. Entfernt voneinander, aber in Gedanken nah beieinander.

Und – wir dürfen gewiss sein: Jesus ist da! Er hat uns versprochen – ich bin da, mitten unter euch, auch wenn ihr nur zwei seid! Und wenn du allein bist, bin ich der zweite! Ich bin euch nahe, viel näher, als ihr euch vorstellen könnt. Ich lass euch nicht allein. Keinen Tag und keine Stunde!

Mit dieser Zuversicht will ich in diese neue Woche gehen. Gerade auch in die Karwoche. Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Kommen Sie gerne mit und loben mit!

Bärbel Albers

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