Hausgottesdienst von unserer Prädikantin Monika Ruhnau für den 03.05.2020

Hier der Download:

Impuls für den Sonntag 03.05.2020

Und da es der 1. Sonntag im Monat ist:

Abendmahl

Der Friede Gottes sei mit Euch allen – Der Friede sei mit Dir

Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden

Guten Morgen, liebe Geschwister! Noch einmal Osterlachen heute: Jubilate – Frohlocket! Welcher Teenie hat das nicht ausgerufen, als er endlich wieder shoppen konnte! Wir lockern.

Ich wünsche es von Herzen allen Alten und Kindern, dass sie auch bald an der Reihe sind. Lachen auf Kinderspielplätzen, Besuch von geliebten Menschen – Jubilate im Alltag. So lasst uns feiern

Im Namen Gottes: des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Bund und Treue hält ewiglich und der nicht loslässt das Werk seiner Hände.

Morgengruß Lied 302 Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön dem welchen alle Dinge zu Dienst und Willen stehn. Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; Ich will ihn herzlich loben, solang ich leben wird.

Gebet

Gütiger Vater,

du hast jeden und jede von uns im Blick, siehst was wir brauchen.

Wir danken dir dafür.

Manchmal bemerken wir deine Zuwendung nicht sofort und hadern.

Bitte verzeih uns unser Unverständnis und unsere Ungeduld.

Wir bitten dich für alle, die mit der Krise nicht mehr fertig werden.

Stelle ihnen Menschen an die Seite, die sich ihrer Not annehmen.

Lass uns endlich Lösungen finden, nicht nur für die Wirtschaft,

sondern erst recht für die Kinder, die Erziehenden, die Alten, die Menschen mit Behinderungen…

Wir bitten dich für die Menschen, die ihren Dienst für die Gemeinschaft leisten:

In Laboren, in Krankenhäusern, in Lebensmittelläden, in der Politik…

Schenke ihnen Kraft für ihr Tun und Mut für ihre Entscheidungen.

Wir bitten dich für die Kranken:

Steh ihnen bei durch Menschen, die versuchen, ihr Leid zu lindern.

Nimm sie in Liebe an, wenn alles Menschentun nicht mehr helfen kann.

Gütiger Vater, du bist Halt unseres Lebens in Angst.

Voll Vertrauen beten wir gemeinsam mit den Worten Jesu Christi:

Vater Unser

Geleit für die Woche Lied 421 Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott alleine.

Herr, wir bitten dich:

Segne uns. Halte deine schützenden Hände über uns und gib uns deinen Frieden. Amen

Der Predigttext steht im Evangelium nach Johannes, Kapitel 16, die Verse 16-23a:

Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen. Da sprachen einige seiner Jünger untereinander: Was bedeutet das, was er zu uns sagt: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen; und: Ich gehe zum Vater?

Da sprachen sie: Was bedeutet das, was er sagt: Noch eine kleine Weile? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Danach fragt ihr euch untereinander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen? Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll zur Freude werden.

Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Und an jenem Tage werdet ihr mich nichts fragen.

Mich rührt es an, wie behutsam Jesus zu den Seinen spricht. Er weiß, vor welcher großen Herausforderung sie stehen. Durch seinen Tod plötzlich ins Nichts geworfen. Was tun ohne ihn?

Eine kleine Weile – das soll sie vorwarnen, es wird bald sein. Eine kleine Weile – denkt daran, dieser Ausnahmezustand wird nicht lange andauern, bald wird euer Herz wieder voll Freude sein. Für uns klingt es verständlich, wir wissen um Ostern. Doch für die Jünger ist es erstmal ein Rätsel. Eine kleine Weile – wären wir doch auch schon so weit, dies sagen zu können – eine kleine Weile.

Liebe Geschwister, unser Ausnahmezustand dauert und wird noch dauern. So viel Selbstverständliches geht nicht mehr: Enkel Umarmen, ein kleines Bier unter Kollegen, der wohlverdiente Urlaub.

Dazu kommen Sorgen und Anteilnahme: Viele Familien schaffen diese Herausforderung nicht – Kinder leiden, Alte hocken einsam in ihren Zimmern, berufliche Existenzen stehen vor dem Aus.

Eine kleine Weile – das wird es bei uns nicht sein. Ja, wir haben nun Traurigkeit. Und leider hinken die Ideen, dem Gröbsten Abhilfe zu schaffen, immer hinterher. Auch Politik hat keinen Zauberstab. Schön, wenn im Kleinen das Miteinander gelingt. Wir können es noch, das schafft kein Virus, wir können es noch: das Miteinander. Und dann ist auch unser trauriges Herz wieder voll Freude.

Wenn da etwas wahr wird von diesem Osterlachen im Alltäglichen: Jubilate!

Jeden Tag stellen die Tagesthemen einen Held/eine Heldin des Alltags vor. Da kommt Freude in die Welt. Wir können es noch. Was? Die Botschaft des Mannes namens Jesu: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Wie dich selbst – also Maske an und schauen, was geht. Diese Freude, die wir in seinem Namen erleben, nimmt uns kein Virus. Und die Freude, die wir erleben, wenn kommt, was er verheißen hat: Ich will euch wiedersehen…Nichts und niemand!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Ewigkeit.

Amen   

01.05.2020 Monika Ruhnau

Abendmal:

Liebe Geschwister, decken wir zuerst unseren Tisch. Machen wir es uns schön: ein paar Blumen, eine Kerze, etwas Brot auf den Teller vom Sonntagsgeschirr, etwas Wein oder Traubensaft in einem Glas von den „Guten“…

Wer hat und mag, kann die Bibel aufschlagen: 1. Korinther 11, die Verse 23-26.

Dort stehen die Einsetzungsworte. Wer allein ist, spricht sich die Spendeworte zu in dem Bewusstsein, dies mit vielen anderen an verschiedenen Orten gemeinsam zu tun.

Eine Hilfe: Die linke Hand empfängt von der rechten, der gebenden Hand die Gaben.

So lasst uns beginnen.

Tischlied 667 Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht und das Wort, das wir sprechen als Lied erklingt, dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, dann wohnt er schon in unserer Welt. Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht, in der Liebe, die alles umfängt, in der Liebe, die alles umfängt.

Gebet

Schöpfer des Lebens, wir loben dich.

Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit.

Lass dieses Brot für uns zum Brot des Lebens werden.

Schöpfer des Lebens, wir loben dich.

Du schenkst uns die Frucht des Weinstocks, das Zeichen des Festes.

Lass diesen Kelch für uns zum Kelch des Heils werden.

Wie aus den Körnern das Brot, aus den Trauben der Wein geworden ist,

so machen aus uns eine Gemeinde, ein Zeichen des Friedens für diese Welt. Amen.

Einsetzungsworte

In der Nacht, da er verraten ward, nahm Jesus das Brot, dankte, brach‘s, gab es den Seinen und sprach: Nehmt hin und esst. Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, gab ihnen den und sprach:

Nehmt hin und trinket alle daraus. Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.

Vater Unser

Austeilung

Das Brot des Lebens für dich                        Der Kelch des Heils für dich

Jesus Christus spricht:

Meinen Frieden gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

Danklied 336 Danket, danket dem Herrn, denn er ist sehr freundlich, seine Güt und Wahrheit währet ewiglich.

01.05.2020 Monika Ruhnau

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