Wort der Zuversicht – Dein Herz sei unverzagt.

Jesaja 7,6: Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.

Passt das zusammen? Einerseits sich hüten – also Vorsicht! Still bleiben – also mehr oder weniger: bleibt möglich zu Hause und von wegen fürchtet euch nicht, sondern fürchtet euch. Nehmt die Sache nicht zu leicht, denkt nicht, die Seuche wäre vorbei. Lockerungen hin oder her: Vorsicht! Fürchtet Euch! Hier heißt es ganz anders. Bleibe still, tu nicht aus Furcht das Falsche. Vertraue!

Im Jahre 733 wurde Jerusalem durch das Nordreich Israel und den Aramäern belagert. Die davidische Dynastie unter Ahas, König von Juda, sollte gestürzt werden.

Doch Gott sagte durch den Propheten Jesaja zu Ahas: Jerusalem wird nicht erobert werden. Ahas aber misstraut ihm und möchte zu seiner eigenen Sicherheit sich mit den Assyrern verbünden. Gott will das nicht, denn ein Bund mit Assyrern bedeutet immer auch Kompromisse in der Anbetung der fremden Götter eingehen:

Und so muss Gott ihn und seine Gefolgsleute warnen: „Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht!“ Wenn ihr mir nicht glaubt und ihr euch stattdessen in die Hand der Assyrer begebt, damit sie euch helfen, dann werdet ihr nicht bleiben, dann wird man von eurem Königreich bald nichts mehr merken. Doch Ahas hört nicht auf Gott, sondern unterwirft sich mit Haut und Haar Assyrien und deren Religion. Von seiner Königsherrschaft ist nicht mehr viel geblieben.

Hätte er dem Wort Gottes geglaubt, hätte er Geduld gehabt und auf Gottes Stärke getraut, wäre es anders gelaufen…. doch aus Angst und Misstrauen tut er das Falsche.

Was wäre denn für uns heute das Falsche. Falsch wäre es, Geduld zu verlieren, zu meinen, Gott hätte einen im Stich gelassen und in Selbstmitleid zu versinken. Genauso falsch wäre es trotzig Risiken einzugehen, alle Vorsichtsmaßnahmen über Bord zu werfen im Glauben, mir wird schon nichts passieren und dem andern neben mir auch nicht. Gott wird einen schon beschützen.

Bleib still, vertraue Gott, dass er auch aus einer Krise Gutes schaffen kann. Nicht verzagen, weil wir nie aus seiner Hand fallen und so auch Widrigkeiten ertragen können.

Nicht nichts tun, sondern aufmerksam sein auf das, was Gott möchte, hinhören, was ist der richtige Weg, die bessere Vorgehensweise wählen.
Mutig sein und stark sein, meint nicht den Helden spielen und drauf los. Mut und Stärke gewinne ich aus dem Glauben, sie machen Angst und Sorgen kleiner.

Wir wissen nicht, wie die Zukunft aussieht, wann alles wieder normal sein wird, wann wir wieder richtig feiern können, aber ich weiß: Gott hat mir schon so viel geschenkt und er liebt mich und hört nie auf damit, wovor soll ich mich fürchten? Warum sollte ich verzagen. Außerdem: das Schönste kommt noch – nicht im Hier und Jetzt, sondern der einst bei seiner großen Party.

Thomas Schorsch

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