Andachten (statt Gottesdienste) – In Gottes Arme flüchten und Bäume umarmen!

Ab sofort veröffentlichen wir mehrmals wöchentlich hier Andachten unserer Nachbargemeinde Gräfrath:

In Gottes Arme flüchten und Bäume umarmen! / Mittwoch, 18. März

Zuversicht – so lautet das Motto der diesjährigen evangelischen Fastenaktion – sieben Wochen ohne Pessimismus. Wie passend ist das in dieser Zeit! Solche Titel werden lange im Voraus ausgewählt und festgelegt. Was wäre gewesen, wenn die „Macher“ im letzten Jahr schon mal einen Blick in den März 2020 hätten werfen können? Vermutlich hätten sie gedacht – das kann gar nicht sein! Das gibt´s doch nicht! Dass ein Virus die Welt derart im Griff hat und verändert. Und dass wir aktuell so viel Zuversicht nötig haben, wo jeden Tag, fast stündlich neue Meldungen kommen, sich die Ereignisse überschlagen, die uns pessimistisch drein blicken lassen. Zuversicht – brauchen tun wir sie immer, aber mir erscheint sie gerade so nötig wie selten zuvor.

In Psalm 62, 8+9 heißt es: „Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott. Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.“

Wie gut, dass wir für unseren Pessimismus und das, was uns Kummer und Sorgen macht, eine Adresse haben. Gott ist unsere Zuflucht, so übersetzen andere das Wort Zuversicht. In Gottes Arme dürfen wir uns flüchten. Bei ihm dürfen wir alles loswerden, was uns auf dem Herzen liegt und bedrückt. Gott sei Dank dürfen wir bei ihm unser Herz ausschütten, alles belastende Gott hinlegen.

Der Beter des Psalms hat erlebt, dass Gott ihm hilft. Er fühlt sich bedroht und verfolgt. Aber er bleibt nicht allein mit seiner Angst und verkriecht sich nicht in ihr. Nein, er betet zu Gott, dass der ihm hilft und neue Kraft gibt. Öffnet ihm sein Herz und schüttet seinen Pessimismus in Gottes Hände.

Und das macht seine Seele still und er wird ruhig darüber, so beschreibt er das. Das möchte ich neu von ihm lernen. Gott alles sagen und darauf vertrauen, dass in seinen Händen alles gut aufgehoben ist. Weil Gott größer ist als alles, was uns Angst macht.

Ich persönlich schlafe schlecht, wenn mich Sorgen und Probleme belasten. Heute habe ich aber so gut geschlafen wie lange nicht mehr! Draußen scheint die Sonne. Das lässt mich dankbar und zuversichtlich aus dem Fenster schauen, wo ich die Nachbarskinder spielen sehe. Und ich muss schmunzeln, als sie Bäume umarmen – das ist auch in Virus-Zeiten nicht verboten!

Danke, guter Gott, dass du der „Fels meiner Stärke“ bist, danke dass ich mein Herz bei dir ausschütten darf! Gott, du bist und bleibst unsre Zuversicht.

Diese Zuversicht wünsche ich Ihnen und Euch heute und in den nächsten Tagen!

Bärbel Albers

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